Literarische Entstehungsgeschichten: Das Christine Nöstlinger-Special

Shownotes

Neues Jahr, neue Herausforderung: Auch 2026 begeistern euch unsere Hosts Pia und Christina wieder mit spannenden Entstehungsgeschichten zu bekannten und unbekannten Literaturen – euch erwarten autobiografische Einblicke in das Leben berühmter Autor*innen, Neu- und Wiederentdeckungen literarischer Werke und die Hintergründe dazu, wie große Literatur entstanden ist. Alle Leserinnen und Leser, die unmittelbar in der Umgebung von Innsbruck wohnen, können sogar abstimmen, welche Entstehungsgeschichte ihnen besser gefallen hat und jede Folge eine Limited Edition S’Vorwort-Tasse gewinnen. Ja, sie ist blau. Ja, sie hat einen Henkel. Und ja, sie eignet sich hervorragend für jedes Getränk eurer Wahl – aber wir empfehlen natürlich (Eis-)Tee. Christine Nöstlinger wäre am 13. Oktober 2026 90 Jahre alt geworden. Zu ihren Ehren präsentieren Pia und Christina in der heutigen Folge je ein Werk von ihr, welche wohl unterschiedlicher nicht sein könnten und so ihre große Schaffenskraft repräsentiert. Bis heute prägt die Autorin die Lesegewohnheiten vieler Kinder als auch Erwachsener in ganz Österreich.

Gibt’s auch in der Stadtbibliothek: https://stbibk.litkatalog.eu/litterare/simple_search?query=christine+n%C3%B6stlinger

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Transkript anzeigen

00:00:22: Vorsicht, der Genuss dieses Podcasts kann zu vermehrten Bibliotheksbesuchungen führen.

00:00:22: Hallo und herzlich willkommen zurück beim Vorwort dem Podcast der Stabilität Innsbruck!

00:00:26: Mein Name ist Christina

00:00:27: und ich bin die Pia

00:00:28: und wir begrüßen euch heute zur achten Folge des Jahres der literarischen Entstehungsgeschichten.

00:00:34: in diesem Format treten.

00:00:35: Pia & Ich ging an, indem wir euch jeweils eine interessante Entstehnungsgeschichte eines Autors oder einer Autorin und deren Werk mitbringen.

00:00:44: Ihr dürft abstimmen, welche Geschichte euch besser gefallen hat.

00:00:49: Das geht immer direkt vor Ort in der Stadt Bibliothek Innsbruck.

00:00:52: Wenn ihr für uns abstimmt habt ihr zudem die Chance einen Limited Editions Forward-Tasse zu gewinnen.

00:00:58: Es nehmen immer viele Leute an eine Abstimmung teil.

00:01:00: Vielen Dank dafür und allen GewinnerInnen wünschen wir viel Freude mit ihrer Tasse.

00:01:07: Die Möglichkeit zur Teilnahme am Gewinnspiel ist an die Abstimmung geknüpft Und findet immer bis zu einer Woche nach erster Strahlunggefolge vor Ort in der Stabilität statt.

00:01:18: Am Ende des Jahres sehen wir dann aus und erfahren, wer von uns den Titel für die beste Entstehungsgeschichte der Zählerin des Jahre zwanzig sechsundzwanzig erhält.

00:01:28: An dieser Stelle möchte ich aus purm Eigennutz noch gerne einstreuen während ich diesen Einspieler aufrede, der ja immer viel Arbeit ist auch zu reden.

00:01:38: Bitte stimmt auch einmal wieder für mich.

00:01:40: Ich habe die blauen Zettel und ich glaube, dass dieses Blau viele abschreckt aber einfach da den Namen drauf schreiben und mehr von den Zetteln einwerfen damit ich eine Chance habe zu gewinnen.

00:01:54: im Moment liege ich nämlich weit hinten.

00:01:56: Frechheit!

00:01:58: Da wird Wahlmanipulation begangen.

00:02:01: Das geht doch überhaupt

00:02:02: nicht.

00:02:02: Wenn du einsprechen würdest, dann

00:02:04: könntest du das haben!

00:02:06: Warte, warte bis zum Endeck, den mach ich dann!

00:02:09: In der heutigen Folge jedenfalls stellen wir euch zur Abwechslung nicht zwei Autorinnen vor.

00:02:15: Stattdessen ernen wir diesmal eine Artorin die unser... wie sie sich herausstellt meine Kindheit geprägt hat und die am thirteenth Oktober ihren neunzigsten Geburtstag gefeiert hätte die Christina Nöstlinger mit den drachen Entstehungsgeschichten, dem Christina-Nöstlinger Special.

00:02:34: Genau!

00:02:35: Und eben ich muss da gestehen... Ich habe vor dieser Folge noch nie was von der Vorne Stinger gelesen gehabt.

00:02:40: Ich war es ganz schrecklich.

00:02:42: Aber dann habe ich ein schlechtes Krieg, wo man

00:02:44: auch... Also müsst ihr schon jetzt erst dem einfach einen Grund für mich

00:02:47: stehen?

00:02:48: Aus diesem Prinzip heraus.

00:02:51: Aber ich hab dann ein schlechtem Krieg und hab dann gesagt, naja, jetzt muss ich etwas von der vorne Stinge lesen.

00:02:55: Dann habe ich mein Käferflieg gelesen Und mir hat's sehr gut gefallen.

00:02:58: Schön!

00:03:00: Also eigentlich müssen die Leute für mich stimmen, weil ich den extra Aufwand betriebe und dann schon noch mal was von ihr gelesen hab.

00:03:05: Das könnte man so argumentieren auf der anderen Seite.

00:03:08: Ich habe

00:03:09: extra aus meiner Dorfbücherei das Original-Ausgabe von dem Buch mitgenommen, der sich dann vorstellt.

00:03:16: Der stimmt auch wieder?

00:03:17: Das habe ich quasi zu getragen.

00:03:23: Ich bin sogar mal aufgeschlagen und alles...

00:03:27: Ihr seht schon, es geht wild zu bei uns.

00:03:29: Die Vandaschen

00:03:30: werden härter jetzt ging aus.

00:03:32: So Pia bitte!

00:03:36: Maike verfliegt.

00:03:37: der Vater ist im Krieg die Mutter ist in Pulverland und Pulverlands ist abgebrannt.

00:03:44: diese Strophe stammt aus einem alten Volks- und Kinderlied das stark von Krieg Verlust und Unsicherheit geprägt ist.

00:03:51: Schon in diesen wenigen Zeilen wird eine Welt beschrieben, in der Familien auseinandergerissen sind und die Lebensumstände von Zerstörung und Angst bestimmt werden.

00:04:00: Genau darauf bezieht sich der Titel des Romans Maikäfer-Flieg von Christina Nöstlinger.

00:04:05: Die Autorin greift diese bekannte Liedzeile auf um die Atmosphäre Wiens am Ende des Zweiten Weltkriegs zu spiegeln Eine Welt in der Unsicherheit Hunger und Angst den Alltag bringen.

00:04:17: Stellen wir uns Wien kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs vor.

00:04:20: Die Stadt liegt in Trümmern, Bomben fallen, Menschen hungern und überall herrscht Unsicherheit.

00:04:25: Nöstlinger selbst war damals ein Kind.

00:04:28: Sie lebte mit ihrer Familie in Wien und erlebte das Kriegsende unmittelbar mit.

00:04:31: Wenn der wachsene Angst hatten und uns über Leben kämpften, nannt sie das Geschehen mit Kinderaugen wahr Neugierig?

00:04:38: Manchmal sogar abenteuerlich.

00:04:40: Diese besondere Perspektive wurde später zum Herzstück ihres Romans Zu Beginn von nöstlingers literarischem Schaffen.

00:04:47: in den frühen siebziger Jahren wurde die Erinnerung an den Krieg in Österreich noch häufig verdrängt oder beschönig dargestellt.

00:04:54: Und genau hier setzt Nöstlingers Jugendbuch an, es erzählt wie sich Krieg wirklich anfühlt und nicht aus der Sicht von Generälen oder Politikern.

00:05:03: So entsteht!

00:05:06: Das Jugendbuch ist stark autobiografisch geprägt und beruht auf Nöstlingers eigenen Erfahrungen.

00:05:11: Die Hauptfigur Christine trägt sogar denselben Vornamen wie die Autorin.

00:05:16: Im Mittelpunkt steht ein Mädchen, der mit ihrer Familie in Krieg erlebt.

00:05:20: Während Bomben fallen und die Versorgung immer schlechter wird versucht die Familie den Alltag irgendwie aufrecht zu erhalten.

00:05:26: Christine beobachtet die Erwachsenen genau und merkt dass vieles was ihr über Politik, Krieg und den Führer erzählt wurde nicht

00:05:34: stimmt.

00:05:35: Als die russischen Soldaten Wiener reichen, verändert sich das Leben der Familie erneut.

00:05:39: Neben Angst und Unsicherheit zeigt das Buch aber auch menschliche Begegnungen und Humor.

00:05:45: Das Besondere ist hier vor allem die Perspektive eines Kindes.

00:05:48: Christine versteht vieles noch nicht vollständig, erkennt aber die Widersprüche und die Auswirkungen des Krieges auf den Menschen.

00:05:55: Bemerkenswert war außerdem wie Nöstlinge, die sowjetische Soldaten darstellt.

00:05:59: Während viele Menschen damals nur von den Russen als Feinsprachen, zeigt sie auch deren menschlicher Seite.

00:06:04: Manche Soldaten wirken bedrohlich, andere freundlich oder sogar hilfsbereit.

00:06:09: Mit Maike Verflieg zeigt Nöstlinger das junge Leserinnern ernste Themen verstehen können und genau darin liegt auch heute noch die besondere Kraft dieses Buches.

00:06:18: Es erzählt Geschichte nicht trocken und distanziert sondern lebendig emotional und aus der Bittesperspektive eines Kindes mitten im Ausnahmezustand.

00:06:27: es zeigt dass Geschichte nicht nur aus Zahlen Daten und Schlachten besteht Sondern auch aus den Erlebnissen einzelner Menschen.

00:06:33: Vielleicht macht das den Roman bis heute so besonders.

00:06:37: Mir hat es sehr gut gefallen, denn ich habe noch nie was von ihr gelesen gehabt und man hat das Gefühl okay sie hat das wirklich erlebt.

00:06:46: Und da wird er nicht weggeschaut vom schlimmeren Ereignissen.

00:06:50: oft versteht man oder oft hat man das Gefühl ok das Kind versteht nie ganz was da passiert und man selber als Lesender versteht mehr in der Situation.

00:06:58: aber sie schafft auch irgendwie diese Welt zu navigieren auch wenn sie ein bisschen komisch ist Fuchneinflößen ist.

00:07:05: Manchmal denkt man sich, oh Gott, Kind was hast du jetzt schon wieder gemacht?

00:07:08: Weil man selber sich denkt, das ist ganz, ganz schrecklich in der Situation, aber sie als Kind versteht es einfach nur nicht da und das ist einfach mal eine andere Sichtweise auf die Ereignisse von damals.

00:07:19: Ich

00:07:19: denke mir, es ist vielleicht ein guter Zeitzeugnis im Endeffekt weil wenn der Roman so autobiografisch ist dann kriegt man einen guten Einblick wie's denn war in dieser Generation.

00:07:32: Das ist ja die Nachnach-Kriegsgeneration, oder?

00:07:34: Also wenn sie... Wann ist sie geboren?

00:07:37: Sie hat einen Kriegseiner miterlebt.

00:07:40: Genau!

00:07:41: Dann ist sie dann die Generation nach den Babybummern?

00:07:45: Oder ist sie Babybummer?

00:07:46: Wahrscheinlich ist es Babybumma,

00:07:47: oder?!

00:07:48: Ich habe keine Ahnung was die Generationen sind.

00:07:50: Man fängt welche Generation an und fangen die Boomer an.

00:07:53: Wo der Wirtschaftsausschwung in den Sechzigern und Siebzigerjahren war.

00:07:56: Das wird ja ungefähr... Oder sie war ein Siebzigerjahr ein Kind?

00:08:01: Nein, da hat sie es aussergetragen.

00:08:03: Genau

00:08:04: und dann ist hier also dieses Jahr wahnsinniges interessantes Zeitzeugen.

00:08:11: Also natürlich auch Roman aber nichtsdestotrotz immer ein interessanter Nachkriegs-Literatur.

00:08:15: Ja finde ich eben auch.

00:08:16: Und voll cool dass du das gewählt hast weil das war ja eines ihrer Frühwerke und die habe dann wieder eins ihrer etwas späteren Werke

00:08:23: ausgesucht.

00:08:24: Ja und eben der Unterschied zwischen dem Jugendliteratur und dein System wirklich Kinderliteratur?

00:08:31: Konkret sechsjährige.

00:08:34: Weil es war nämlich so ein einfaches, so ein easy Reader, wie sagt man da?

00:08:40: Eine Fiebel?

00:08:41: Erstleser?

00:08:42: Erstlässebuch.

00:08:43: Ja genau.

00:08:44: Fiebe.

00:08:47: Es gibt doch dieses Wort.

00:08:48: Das ist bezeichnet das erste Buch des Kinderlesen und heißt es Fiebel.

00:08:57: Es ist eben nicht Bibel und nicht Fabel sondern ich glaube es war Fiebl.

00:09:01: Ich schneide es auch so, wenn sie

00:09:04: stimmt.

00:09:05: Aber ja... Okay!

00:09:10: Nachdem wir gerade gehört haben wie Christine Nöstlinger in Maikäver fliegt ihre eigene Kindheit am Ende des Zweiten Weltkriegs verarbeitet möchte ich eine andere Seite ihres Schreidens zeigen Eine Seite mit der wahrscheinlich viele von uns groß geworden sind.

00:09:25: Wenn man an Nöstingers Werk denkt fallen einem die Feuerrote Friederike Der Konrad aus der Konservenbüchse der Gurkenkönig und die Geschichten von Franz ein, die bis zum Jahr zehntelf übrigens fortgeschrieben wurde.

00:09:39: Und all jene, die in den neunziger Jahren groß geworden sind werden sich vielleicht noch an die Minie ändern.

00:09:46: Egal ob Figuren aus ihren früheren Werken der siebziger, achtziger oder dann aus dem neunzigern Jahren Nöstlinge schreibt über Kinder, die eben keine außergewöhnlichen Abenteuer erleben.

00:10:00: Sie fliegen nicht auf Besen, lösen keine Kriminalfälle und retten auch nicht die Welt.

00:10:05: Stattdessen streiten sie sich mit ihren Geschwistern, schämen sich vor der Klasse oder haben Angst vor dem ersten Schultag.

00:10:13: Gerade diese Alltäglichkeit war Anfang der Sebziger-und Achtzigerjahre alles andere als selbstverständlich.

00:10:19: Christina Nöstlinger hat in Interviews immer wieder erzählt Sie fiel Kinderbüche ihrer Zeit als zu pädagogisch empfand.

00:10:27: Erwachsene schrieben darin über Kinder, wie sie sein sollten, wöchentlich vernünftig und immer bereit aus ihren Fehlern zu lernen.

00:10:34: Mit den Kindern denen sie im Alltag begegnete hatte das aber wenig zu tun.

00:10:38: Nöstlinge interessierte sich deshalb etwas anderes.

00:10:41: Sie wollte wissen worüber Kinder nachdenken wenn ihr gerade kein Erwachsener zuhört.

00:10:46: Worüber sie sich ärgern was ihnen peinlich ist bevor sie Angst haben.

00:10:50: Diese Haltung prägt ihr gesamtes Werk Erscheinte mit Minimus in die Schule der dritte Band der sechzehn Bände umfassenden Reihe, die zwischen twohundneunzig und zweitausend sieben vom DAX-Verlag veröffentlicht wurden.

00:11:05: Auf den ersten Blick ist das keine spektakuläre Geschichte – die Mini wird eingeschult!

00:11:10: Mehr passiert eigentlich nicht.

00:11:12: Es gibt keine großen Wendungen, keine dramatischen Ereignisse und auch kein Happy End, dass alle Probleme verschwinden lässt.

00:11:20: Stattdessen begleitet Christine Nöstlinger ein Kind durch einen Tag, den fast jeder erlebt hat und den Erwachsene oft erstaunlich schnell vergessen.

00:11:28: Minni freut sich nämlich auf die Schule aber gleichzeitig fürchtet sie sich auch davor.

00:11:33: Sie möchte dazugehören und hat Angst es falsch zu machen.

00:11:37: Sie ist neugierig unverunsichert zugleich!

00:11:40: Nöstlinger bewerte diese Gefühle nicht erklärt Minni nicht dass alles so schlimm sei.

00:11:45: Sie nimmt die Unsicherheit ernst.

00:11:47: Das war das erste Buch, dass ich selber je gelesen habe.

00:11:50: Und dank meiner Gothe, die hat mir das nämlich geschenkt und ich kann mich noch ganz genau an dieses Gefühl vom ersten Schultag erinnern.

00:11:59: Und es war dann schon so wie bei der Mini eigentlich.

00:12:05: Die Schultaschen sehen heute anders aus als in two ninety und die Klassenzimmer ebenfalls.

00:12:11: Tablets- und elektronische Tafeln haben den meiner Meinung nach, ekonischen Overhead-Projekte abgelöst.

00:12:18: Und Pierre, erinnerst du dich noch?

00:12:19: Das war ja so herrlich!

00:12:22: Ein Zeitschinder war das.

00:12:23: Immer wenn der Lehrer gesagt hat, jetzt hole ich den Oberhet-Projekt, da hast du gewusst, jetzt heißt er mal eine Viertelstunde hoch.

00:12:28: Dann hast du die ganze Stunde lang nur abgeschrieben?

00:12:30: Genau!

00:12:30: Das sind Freitagwassen.

00:12:31: Aber die Stunde war ja nur mehr drei, fünf Stunden

00:12:34: lang und

00:12:35: es hat jetzt so lange gedauert, ihn aufzubauen.

00:12:36: Ja dann

00:12:37: musst du schon mal in Steckdose finden...

00:12:39: Der hatte immer holen müssen aus dem Eckebremsenraum.

00:12:41: Der rollte

00:12:41: dann durchs Ganze

00:12:42: die ganze Schule.

00:12:43: Da hat er irgendwann so herrollen hören, dann hat er eingesteckt, da hat er die Folien sortiert.

00:12:49: Ja, das war... also ich hab das erst vor kurzem erfahren, dass es nie mal im Klassenzimmer geht.

00:12:56: Und da war ich schon für kreativ.

00:12:58: Es ist Schule noch!

00:13:02: Aber das Gefühl zum ersten Mal durch eine Klassenzimmer zuzugehen isst's egal ob der technischen Neuerungen einfach immer zeitlos weil man einfach nie weiß was einen dahinter wartet.

00:13:14: Und zu diesem Eindruck, den das Buch erzeugt, tragen da auch die Illustrationen bei.

00:13:18: Die von Christiane Nöstlinger der Tochter der Autoren stammen.

00:13:22: Ich habe es letzte Mal des Buches mit dabei gehabt.

00:13:26: also wir haben diese Folge ja schon mal aufgenommen und die ist dann verschüttet gegangen.

00:13:31: und jetzt machen wir noch einmal das technischen Gründen.

00:13:36: Da hab ich dir wieder das Buch gezeigt oder?

00:13:39: Es ist schon sehr stylisiert gezeichnet und ich habe nie wieder einen ähnlichen Zeichenstil gesehen, also das hat sich mir ja total eingeprägt.

00:13:47: Und wenn ich das, wo ich es in der Dorfbücherreiterung gesehen habe, gewusst, dass ist ja original aus, das Buch, das hab' ich in der Hand gehabt!

00:13:53: Weil die Zeichnungen arbeiten mit so ganz feinen Linien und sehr zurückhaltenden eher gedeckten Farben – sie drängen sich nicht in den Vordergrund, greifen eher kleinere Gesten auf vielleicht einmal auch vorsichtigen Blick an zögerte Bewegung oder des Staunen von der Mini.

00:14:11: Dadurch entsteht der Eindruck, dass diese Bilder die Geschichte begleiten nicht kommentieren und überlagern die Geschichte auch.

00:14:18: Also überhaupt nichts sind sehr dezent.

00:14:20: Und immer wieder zeigt sich wie genau nöstlinge Kinder auch beobachtet.

00:14:26: sie macht aus solchen Situationen wie zum Beispiel den Schulentstieg zwar keine großen Rahmen tut aber auch nicht so sein dieser Situation unwichtig was Erwachsene vielleicht möglicherweise das Kleinigkeit abtun.

00:14:39: oder ist das auch in den Neunzigern abgetan haben, weil wie wir ja schon letzte Woche besprochen und die Erziehungsmitteln haben sich geändert.

00:14:48: Das kann aber für ein Kind einen ganzen Tag bestimmen.

00:14:50: Und es war auch in dem Neunziger noch nicht so etabliert.

00:14:54: vielleicht, dass Kleinigkeiten also...

00:14:59: Was das mit Kindern macht?

00:15:02: Deswegen ist es ein bisschen was Besonderes, was sie da gemacht hat.

00:15:06: Überhaupt begegnet man die Nöstlinger als Kinderbücher in einer Welt, in denen Erwachsene nicht allwissend sind.

00:15:11: Die Eltern machen Fehler, Lehrerinnen urteilen manchmal vor schnell, Freundschaften gehen auseinander und finden wieder zusammen.

00:15:17: Kinder können ungerecht trotzig-und eifersüchtig sein aber sie dürfen all das sein ohne dass sie dafür sofort bestraft werden von der Geschichte.

00:15:29: Wer selbst Einmal mit klopfenden Herzen vor einer Klassentür gestanden hat oder sich darüber geärgert hat von Erwachsenen nicht ernst genommen zu werden, erkennt in diesen Büchern was wieder.

00:15:41: Das Christine Nöstlinger heute zu den bedeutendsten österreichischen Autorinnen des zwanzigsten Jahrhunderts zählt, hat genau mit dieser Haltung zu tun!

00:15:48: Sie hat die Kinderliteratoren deutschsprachigen Raum nachhaltig verändert und für ihre Bücher hielt sie nahezu alle wichtigen Auszeichnungen ihres Faches darunter den Hans-Christian Andersen Award der oft als Nobelpreis der Kinderliteratur bezeichnet wird, sowie später den Astrid Lindgren Gedächtnispreis die höchst studierte Auszeichnung für Kinder und Jugendliteratur weltweit.

00:16:11: Gleichzeitig gibt sie immer eine ausgesprochen österreichische Stimme ihre Figuren sprechen unvorstellt, ihre Geschichten spielen oft in einer vertrauten Wiener Alltagswelt Und ihr trockener manchmal grantiger Humor ist ebenso typisch für Ihr Werk wie ihr.

00:16:24: unbedingt das Vertrauen im Kinder.

00:16:26: In Österreich gehört Christine Nöstlinger, deshalb längst zum Kanon der Kinderliteratur.

00:16:31: Viele Menschen – so auch ich, denn die Pia ja nicht – sind mit ihren Büchern aufgewachsen und ihre Figuren sind Teile gemeinsam in Erinnerung geworden und werden bis heute in Schulen, Bibliotheken oder Familien weitergegeben.

00:16:48: So auch in Literatur-Podcasts!

00:16:51: Und jetzt ist die PIA auch in der Runde willkommen!

00:16:56: Ich bin übergedreht.

00:16:59: Nein, ich finde also mir hat es schon recht gut gefallen muss ich sagen.

00:17:04: Wie hast du ihre Zeichnungen gefunden?

00:17:05: Die von der Mini?

00:17:08: Ich glaube das ist ja da Grund warum ich damals nicht zu diesem Büch... Also ich kann mich nur an diese Bücher erinnern in der Schulplüte, die kann man denen auch was haben und die kann mich noch an diese Zeichnung erinneren.

00:17:16: aber ihr habt mal gedacht schauen wir wie Vater aus!

00:17:19: Aber wie war's nicht?

00:17:21: Für mich war es so, ich habe mir die nicht ausgesucht, sondern das ganz konkrete Minimus in der Schule.

00:17:26: Deswegen habe ich sie auch für heute mitgebracht weil es Bezeichnung gefunden hat.

00:17:29: HW weiß ja auch ein erstes Buch ist kurz noch mal eine Einschulung von meiner Gotti geschenkt bekommen.

00:17:35: Aber das

00:17:35: war wahrscheinlich dann auch das richtige Buch im richtigen Moment für dich, oder?

00:17:38: Weil du absolut... Das hat halt genau diese Alltagssituation beschrieben dir für die gerade in dem Moment waren.

00:17:42: Ja also es war alles

00:17:45: perfekt, das Thema war super!

00:17:46: Auf dem Cover ist natürlich die Minimeter-Schultüte drauf und als Kind wenn man einschult wird, ist die Schultüde ein riesiges Thema, da ist man ganz stolz drauf.

00:17:54: Und dann natürlich auch, dass tatsächlich, das war aber nicht, das muss ja ja oder so später gewesen sein Weil ich war jetzt kein Wunderkind, ihr habt das nicht sofort lesen können.

00:18:04: Aber ich hab das als erste Buch, dass sie dann selber gelesen haben.

00:18:07: Es war halt noch nach Luca in der Einschulung dran, dass sich mich nur so gut erinnert hat und da war ich sehr stolz drauf.

00:18:12: Und dann kommt noch dazu... Das habe ich letzte Mal auch schon erzählt, in das ich es so toll fand weil ich bin nach meiner Goti benannt.

00:18:22: aber in den Anführungsstrichen, in den einzigern war Christina Die modernere Variante von der Namensform, deswegen heißt ich so.

00:18:30: Und dann hat man mir erklärt ja, das ist die Geschichte, da hab' ich erfahren und dass Christina von Christine eingekommen

00:18:37: wird.

00:18:37: Also ihr habt auch einen Namen, mein Name steht da drauf auf dem Buch, das muss was wichtig sein!

00:18:41: Und deshalb haben wir die Gottige schenken, die hast du auch so.

00:18:44: Übrigens, das haben wir als letzte Mal in Asch erwähnt, ich finde es sehr interessant, dass sie selber Christine heißt und ihre Tochter... So benannt hat.

00:18:50: Christiane?

00:18:51: Sie ist für die Christiane.

00:18:52: Ich

00:18:53: würde sagen, wenn ihr doch dahält, wird sie sofort Christiane-Christine.

00:18:55: Also meine Tochter wird Christiane Christine heißen... Christiane, Christina, Christina.

00:19:01: Siegschmalproblem ist von meinem Namen gibt's nicht so viele Abwandlungen.

00:19:05: Wenn es ein Bub wäre, dann könnte ich den Pius nennen.

00:19:07: Oh mein Gott!

00:19:09: Schrecklich, das klingt wie der Papst.

00:19:11: Wir hausen sie in Pia und sie sind so ein Pius.

00:19:14: Schrecklig, klar.

00:19:16: Da kommt ein gewisses Bild von einer Familie in meinen Kopf, wo immer dein Knarr dank ist.

00:19:21: Ja hoffentlich hat euch diese Folge gefallen.

00:19:24: Erzählt uns doch was eure Lieblingsgeschichte von der Frau Nöstlinger ist?

00:19:28: Wie immer bedanken wir uns fürs Zuhören und freuen uns auf zahlreiche Stimmen für Out!

00:19:32: Wir bedanken die blauen

00:19:33: Sättel

00:19:34: oder Pinken vor allem die Pinken.

00:19:39: Wir bedankten uns auch für Eure Anfragen und lieben Kommentare.

00:19:42: Euer Feedback sendet ihr einfach wie gewohnt an post.stadtbübertag etinsburg.gv.at.

00:19:49: Schaut doch außerdem mal auf Instagram und das Stadtbübeltag.insburg vorbei!

00:19:54: In den tollen Gewinnspielen halten wir euch dort über alles auf dem Laufenden, was in der Stadtbibliothek sonst noch so passiert.

00:20:00: Und das ist auch im Jahr zum Jahr oder

00:20:02: zum

00:20:03: Jahr wieder eine ganze Menge Tschüss, ciao!

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