Literarische Entstehungsgeschichten: Mira Lobe vs. Astrid Lindgren
Shownotes
Neues Jahr, neue Herausforderung: Auch 2026 begeistern euch unsere Hosts Pia und Christina wieder mit spannenden Entstehungsgeschichten zu bekannten und unbekannten Literaturen – euch erwarten autobiografische Einblicke in das Leben berühmter Autor*innen, Neu- und Wiederentdeckungen literarischer Werke und die Hintergründe dazu, wie große Literatur entstanden ist. Alle Leserinnen und Leser, die unmittelbar in der Umgebung von Innsbruck wohnen, können sogar abstimmen, welche Entstehungsgeschichte ihnen besser gefallen hat und jede Folge eine Limited Edition S’Vorwort-Tasse gewinnen. Ja, sie ist blau. Ja, sie hat einen Henkel. Und ja, sie eignet sich hervorragend für jedes Getränk eurer Wahl – aber wir empfehlen natürlich (Eis-)Tee. Heute präsentieren Pia und Christina jeweils die Entstehungsgeschichte einer österreichischen und einer schwedischen Kinderbuchautorin: Mira Lobes „Die Geggis“ sowie „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren.
Literatur für Groß und Klein gibt’s auch in der Stadtbibliothek: Mira Lobe: https://stbibk.litkatalog.eu/litterare/simple_search?query=mira+lobe Astrid Lindgren: https://stbibk.litkatalog.eu/litterare/simple_search?query=astrid%20lindgren
svorwort #popcast #bibcast #gemeinsambesserlesen #stadtbibliothekinnsbruck #stadtstimmen #miralobe #astridlindgren #diegeggis #pippilangstrumpf
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00:00:21: Vorsicht!
00:00:01: Der Genuss dieses Podcasts kann zu vermehrten Bibliotheksbesuchungen führen.
00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zurück beim Vorwort im Podcast der Stadtbibliothek Innsbruck, mein Name ist Christina und
00:00:28: ich bin die Pia
00:00:29: und wir begrüßen euch heute zur siebten Folge des Jahres der literarischen Entstehungsgeschichten.
00:00:34: in diesem Format treten Pia & Ich gegeneinander an indem wir euch jeweils eine interessante Entstehmungsgeschichte eines Autors oder einer Autorin und deren Werk mitbringen.
00:00:44: Ihr dürft abstimmen, welche Geschichte euch besser gefallen hat.
00:00:48: Das geht immer direkt vor Ort in der Stadt Bibliothek Innsbruck.
00:00:51: Wenn ihr für uns abstimmt habt ihr zudem die Chance eine Limited Editions Forward Tasse zu gewinnen.
00:00:57: Es nehmen immer viele Leute an der Abstimmung teil.
00:01:00: Vielen Dank dafür und allen GewinnerInnen wünschen wir viel Freude mit ihrer Tasse.
00:01:05: Die Möglichkeit zur Teilnahme am Gewinnspiel ist an die Abstimmung geknüpft Und findet immer bis zu einer Woche nach erster Strahlung der Folge vor Ort in der Stadtbibliothek statt.
00:01:19: Am Ende des Jahres zählen wir dann aus und erfahren, wer von uns dieses Jahr den Titel für die beste Entstehungsgeschichte der Zälerin des Jahres zwanzig sechsundzwanzig erhalten hat?
00:01:31: Trademark pending!
00:01:34: Ja und weil ich heute vergessen habe einen Einleitungstext zu formulieren, fangen wir einfach direkt an.
00:01:43: Wir haben heute zwei Geschichten mitgebracht von Kinderbuchautorinnen die uns jeweils mehr oder weniger durch die Kindheit begleitet haben.
00:01:59: Genau!
00:02:01: Und ihr wird mit der Mira Lobe anfangen.
00:02:05: Von allen munteren Sumpfgäcki-Knaben, die Onkel Barbo zum Onkel haben ist Gaggi-Gild der Munteste einer.
00:02:12: Also mein Kleiner!
00:02:14: Was habe ich dir eben beigebracht?
00:02:15: Weiß nicht,
00:02:16: sagt Gil zum Onkle und lacht.
00:02:18: Statt zuzuhören hab' ich nachgedacht
00:02:21: Wie
00:02:21: komme ich bloß auf den Baum hinauf Mit den leckeren Limofrüchten drauf?
00:02:26: Der Onkel schüttelt verälger das Haupt Und schimpft dass es staubt Überlasst das Gefälligste, den Felsen krachsern.
00:02:33: Den hässlichen, grässlichen Schluchten hacksern!
00:02:36: Wer klettert stürzt ab mein Kind und ist hin.
00:02:39: So war ich dein Onkel Babo
00:02:41: bin.".
00:02:44: Aufbauen?
00:02:46: So fängt Miralobes Geschichte die Gaggies an.
00:02:49: Wenn man diesen Einstieg hört denkt man wahrscheinlich zuallererst was genau ist denn bitte ein Gaggie?
00:02:54: Gaggies sind kleine bunte Fantasiewesen mit langen Schwänzen, großen Mäulern und lustigen Aussehen.
00:03:01: Sie leben getrennt voneinander in zwei Gruppen – die roten Felsengaggies auf der einen Seite und die grünen Zubgaggies an der anderen.
00:03:09: Obwohl sie sich äußerlich nur durch Farbe unterscheiden, glauben beide Gruppen dass die jeweils andere gefährlich und seltsam ist.
00:03:17: Mit diesem einfachem Gegensatz beginnt die Geschichte der Gagges.
00:03:20: Schon zu Beginn wird deutlich, hinter der scheinbar lustigen Geschichte geht es um Angst vor dem Fremden.
00:03:25: Um Vorurteile und darum wie schnell Menschen oder Gruppen andere ablehnen – obwohl sie sich eigentlich gar nicht kennen!
00:03:32: Mira Lobe wusste aus eigener Erfahrung welche Folgen, Ausgänzung und Vorurteil haben können.
00:03:38: Sie wurde dann im thirteenth in Görlitz in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren.
00:03:43: Nach ihrer Schulzeit wollte sie studieren doch das war ihr als Jüde nicht möglich.
00:03:47: Deshalb absolvierte sie eine Ausbildung in Berlin.
00:03:50: Nach Stationen in Palästina, Wien und der DDR kehrte Mira Lobe schließlich nach Wien zurück – wo sie bis zu ihrem Tod, Ninzeinfünfeinundzig lebte und arbeitete.
00:04:00: In nineteen-achtundvierzig erschien ihr erstes Buch «Insupu», das bereits sozialpolitische Themen wie Frieden und Zusammenleben behandelt.
00:04:07: Mira Lobe wurde zu einer der bedeutendsten deutschsprachigen Kinderburatorinnen.
00:04:11: Sie veröffentlichte um die hundert Bücher, darunter bekannte Werke wie das kleine Ich Bin ich und die Oma Mai im Apfelbaum.
00:04:18: Ihre Geschichten wurden in viele Sprachen übersetzt und beschäftigten sich mit Themen wie Toleranz, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Außenseitertum.
00:04:29: So entstanden mal sind reinachtzig die Gaggies.
00:04:31: Mira lobe zeigt in dieser Geschichte, wie leicht Vorurteilen entstehen oft nur weil Menschen einander nicht kennen.
00:04:38: Sie macht deutlich, dass Angst häufiger Unwissen entsteht und das Begegnung helfen kann diese Angst zu überwinden.
00:04:45: Das Buch erzählt von zwei gegensätzlichen Gruppen die sich zunächst misstrauen.
00:04:49: Erst als zwei junge Gaggis der Mut haben sich kennenzulernen entdecken sie, dass ihre Unterschiede gar nicht bedrohlich sind.
00:04:56: Das Besondere an diesem Buch ist seine kindgerechte klare Sprache.
00:05:00: Ohne kompliziert Erklärungen zeigt Lube, wie Vorurteile entstehen und wir sie überwunden werden können.
00:05:06: Mit den Geckis bewiesst sie das Kinderliteratur wichtige gesellschaftliche Themen verständlich vermitteln kann.
00:05:11: Genau diese Fähigkeit zieht sich durch ihr gesamtes Werk für Kinder indem sie immer wieder Einfelsern zeigt, wie wichtig mit Gefühl Offenheit und ein respektvolles Miteinander sind.
00:05:23: Bravo!
00:05:23: Danke Wie Romi und Julia bei den Gecks nur.
00:05:27: Genau.
00:05:28: Positiv beim Ausgang Ja.
00:05:31: Hast du das gerne gelesen als Kind?
00:05:33: Ja, dort auch gern!
00:05:34: Ich habe die Gaggis einfach... ich habe schon so lustig aus.
00:05:37: Komisch aus, ja.
00:05:39: Aber sie sind einfach hässig
00:05:41: und dann
00:05:41: reinzig an was sie sein sollen.
00:05:45: und definierbar sind sie.
00:05:47: aber es reinigt sich da noch so lustige und eben.
00:05:49: Dann geht es dann ein bisschen brutaler zu, wenn der Onkel dann so schimpft und...
00:05:53: Ja voll zart oder einstieg.
00:05:55: Und die Tante dann so wild ist und so.
00:05:58: Das ist dann auch unterhaltsam für Kinder.
00:06:01: Schön!
00:06:02: Ich war eine weitere berühmte Kinderbuchartare mitgebracht und das ist die Astrid Littgren.
00:06:10: Der übrigens Aseig mag also ich könnte mir zwischen den zwei nicht entscheiden.
00:06:15: Sagt er nach wieviel liebt?
00:06:21: Meine Kinderbuchautorin kommt in der nächsten Folge, weil da reden wir nämlich über die Christine Nöstlinger.
00:06:28: In dieser Folge muss ich gestehen bin mich nicht mit den beiden aufgewachsen
00:06:32: und dann muss ja gleich gestehn von einer Frau Nöstlinger Habi zum Beispiel nichts lesen
00:06:36: kann.
00:06:36: So ist er ausgelacht.
00:06:37: Ja
00:06:37: eben!
00:06:39: Aber nichtsdestotrotz reden wir jetzt über die Astrid Lindgrenn, die ihren wohlverdientem Platz in unseren Entstehungsgeschichten gefunden hat, nämlich mit der Pipilangstrumpf.
00:06:53: In den letzten Jahren hat sich der Verlag über ein neunjähriges Mädchen vor, das allein in einer Villa wohnt.
00:07:02: Ein Pferd hochheben kann und erwachsen nur dann gehorcht, wenn es ihm gerade sinnvoll erscheint.
00:07:08: Der Verlag entscheidet sich gegen das Buch.
00:07:10: Der Inhalt sei zu kontrovers – womöglich könne diese Pipi einen schlechten Einfluss auf Kinder haben!
00:07:17: Zudem schließt Astrid Lindgren das Begleitschreiben zum Manuskript scherzhaft mit dem Satz in der Hoffnung, dass sie das Jugendamt nicht einschalten.
00:07:28: Ein Jahr später erscheint das abgelehnte Buch bei einem anderen Verlag.
00:07:32: Innerhalb von zwei Wochen werden zwanzig Tausend Exemplare verkauft – aus der vermeintlich ungeeigneten Kinderbuchfigur wird eine der bekanntesten Heldinnen der Weltliteratur.
00:07:47: Wie aber kommt eine schwedische Sekretärin, die bis dahin erst ein einziges Buch veröffentlicht hatte auf die Idee einen Kind zu erfinden das stärker ist als alle Erwachsenen und sich von niemandem einschüchtern lässt?
00:08:01: Astrid Lindgren wird am vierzehn November nineteenhundertsieben auf dem Hof Näs bei Wimmerby in der südschwedischen Region Smörland geboren.
00:08:10: Sie ist das Zweite von vier Kindern.
00:08:12: Gemeinsam mit ihrem Bruder Gunnar und ihren beiden jüngeren Schwestern Stina und Ingegert wächst sie in einer ländlichen Umgebung auf, der neben Arbeit auf dem Hof vor allem das freie Spiel eine große Rolle spielt.
00:08:26: Später fließen Erinnerungen an diese Kindheit in Bücher wie wir Kinder aus Boulabue und Michelaus Lönneberger ein.
00:08:34: Mit sechzehn Jahren beginnt sie bei der Lokalzeitung Wimmerpietinning zu arbeiten.
00:08:39: Sie ließ Korrektur, verfasst kleine Meldungen und kurze Berichte.
00:08:43: In dieser Zeit fällt sie in ihrer Heimatstadt auch dadurch auf dass sie als erste junge Frau dort ihre Haare kurz schneiden lässt.
00:08:51: die Leute bleiben auf der Straße sogar stehen und bitten sich den Hut abzunehmen um die neue Frisur betrachten zu können.
00:09:04: Der Vater des Kindes ist der verheiratete Chefredakteur der Zeitung Reinholt Blomberg, das sich damals in einem Scheidungsverfahren befindet.
00:09:13: Für Astrid und ihre Familie bedeutet die Schwangerschaft in der kleinen Stadt einen Skandal – sie verlässt Wymabie und zieht nach Stockholm.
00:09:21: Ihren Sollars bringt sie im November XXVI in Kopenhagen zur Welt weil sie dort bei der Geburt den Namen des Vaters nicht angeben muss.
00:09:31: Lars, genannt Lasse, lebt zunächst bei einer Pflegefamilie in Kopenhagen während seine Mutter in Stockholm eine Ausbildung zur Sekretärin absolviert und dort arbeitet.
00:09:41: Lindgren spart um ihn besuchen zu können.
00:09:44: Als seine Pflegemutter Ende neunzehnhundertneunundzwanziger krankt holte sie den dreijährigen Jungen zu sich.
00:09:50: Die traumatische Trennung und das damit ein hergehende Gefühl der Sehnsucht wurde zu einer der wichtigsten Inspirationsquellen für ihre späteren Werke.
00:10:02: In der Mitte des Zweiten Weltkriegs ließ sie täglich Briefe, die ihr einen Unmittelbahn-Einblick in das Leiden der Menschen in Europa geben.
00:10:25: Parallel führt sie Kriegstagebücher, Schriftstellerin ist sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
00:10:31: Dann wird Karin im Jahr nineteenundvierzig krank und muss das Bett hüten.
00:10:37: Eines Abends bittet die Siebenjährige ihre Mutter um eine Geschichte.
00:10:40: Erzähl mir von Pipi Langstrumpf!
00:10:44: Karin scheint den Namen aus der Luft gegriffen zu haben.
00:10:47: mehr Details gibt sie nicht vor und so beginnt ihrer Mutter zu fabulieren.
00:10:53: Lindgren erklärte später, ein so ungewöhnlicher Name habe zwangsläufig zu einem ungewöhlichen Mädchen gehören müssen.
00:11:00: Also beginnt sie zu erzählen von Pipilotta, Victualia, Rolgar Dina, Pfeffermins, Ephraimstochter Langstrumpf die mit ihrem Pferd und dem Affen Herrn Nielsen in der Villa Kunterbund lebt.
00:11:13: In den folgenden Jahren erfindet Lindgren immer neue Geschichten für Karin und deren Freundinnen und Freunde.
00:11:19: Vorerst Existiert Pippi also nur mündlich.
00:11:22: Sie ist eine Figur, die beim Erzählen im Kinderzimmer wächst und sich verändert.
00:11:27: Erst im März, April, schreibt Astrid Lindgren die Geschichten auf.
00:11:31: Sie isst gestürzt und hat sich den Knöchel verstaucht.
00:11:34: Während sie ihr Bein schonen muss bringt sie Pippis Abenteuer zu Papier.
00:11:38: Das fertige Manuskript schenkt sie Karine Mai zum zehnten Geburtstag.
00:11:44: Eine Abschrift schickt sie an den großen Verlag Albert Bonniers Förlach.
00:11:48: Der Verlag lehnt, wie wir schon am Anfang erfahren haben aber ab.
00:11:52: Lehnt Créen lässt das Manuskript jedoch nicht einfach in eine Schublade verschwinden.
00:11:56: Zu diesem Zeitpunkt hat sie bereits einen anderen Text bei einem Wettbewerb des jungen Verlags Ravin und Sjörgen eingereicht.
00:12:03: Ihr Mädchen-Roman Britmari erleichtert ihr Herz, gewinnt aus dem Zweiten Preis und wird noch im selben Jahr veröffentlicht.
00:12:12: Beim Verlag lernen sie Elsa Olenius kennen, eine Bibliothekarin, Theaterpädagogin und spätere langjährige Freundin.
00:12:19: Olenus ist von Pipi begeistert und gibt Lindgren Hinweise zur Überarbeitung.
00:12:24: Für einen neuen Wettbewerb von Rabel Nussjörgen reicht Lindgren-Fünfundvierzig eine veränderte Fassung von Pipilangstrumpf ein.
00:12:32: Diesmal gewinnt sie den ersten Preis und im November-Fünfundvierzig erscheint dann Pipilangsstrumpfer als Buch!
00:12:40: Bei der Veröffentlichung wird das Buch zunächst sehr positiv aufgenommen.
00:12:44: Etwa ein Jahr später beginnt jedoch die öffentliche Debatte, Kritiker werfen pipi Geschmacklosigkeit und schlechte Manieren vor.
00:12:52: Manche befürchten Kinder können ihr Verhalten nachrahmen.
00:12:55: Lindgren verteidigt dagegen das Recht von Kindern, die Welt in einer sicheren Umgebung selbst zu erkunden.
00:13:01: Kinder zur ihre später oft zitierte Haltung müssten mit Liebe und demselben Respekt behandelt werden – wie Erwachsene auch!
00:13:09: Pippis Entstehung lässt sich deshalb nicht auf einen einzigen Einfall am kranken Bett reduzieren.
00:13:15: In ihr treffen mehrere Erfahrungen zusammen, Lindgrens eigene freie Kindheit in Smöllern ihre frühe Erfahrung mit gesellschaftlicher Verurteilung die schmerzhafte Trennung von ihrem Sohn und ihr genauer Blick dafür wie abhängige Kinder von den Entscheidungen Erwachsener sind.
00:13:31: Hinzu kommt die Kriegserfahrung jener Jahre in den Lindgrenn durch ihre Arbeit in der Briefzinsur mitbekommt, wohin Blinder Gehorsam und autoritäres Denken führen können.
00:13:41: Der Erfolg des Buchers verändert auch Astrid Lindgrens Leben.
00:13:46: In forty-six wird sie selbst Lektorin bei Raven & Sjörgen und arbeitet dort bis neunzehnundertsiebzig.
00:13:53: In den folgenden Jahrzehnten schreibt sie zahlreiche weitere Kinder- und Jugendbücher darunter wie Kind aus Böller Bü, Kalle Plomquist ... Mio Manmio, Ronja Räuber-Tochter und die Brüder Löwenherz.
00:14:04: Sie stirbt im Alter von fournundzig Jahren in Stockholm.
00:14:09: Das ausgerechnet Pippi Langstrumpf zunächst als ungeeignet für Kindergeld gehört heute natürlich zu den schönen Ironien der Literaturgeschichte.
00:14:17: Denn das Mädchen, von dessen schlechtem Einfluss man sich fürchtete wurde schließlich seiner Figur an der Generationen von Kindern erfahren konnten wie es sich anfühlt stark zu sein niemanden zu fürchten und die Regeln der Erwachsenen wenigstens für die Dauer einer Geschichte außer Kraft zu setzen.
00:14:35: Danke, Ende!
00:14:36: Danke, Applaus!
00:14:38: Ja, das ist eine schöne Geschichte finde
00:14:42: ich.
00:14:42: Total macht irgendwie so Spaß über.
00:14:45: Durch die... Also ich hab selber nie bin ich nicht weder mit der Astrid Lindgreno oder mit der Meralobe aufgewachsen.
00:14:55: aber gerade die Astrid Windgreno verbinde trotzdem so mit diesem schwedischen Hicke-Gefühl, liegt vielleicht an den Buchgestaltungen und diesen schönen freien Kindheitsgeschichten.
00:15:11: Es hat total Spaß gemacht das zu recherchieren wie es zustande kommen ist weil ich glaube die Geschichte mit der Karin im Krankenbett dass die Karin halt den Namen Bippi Langstrumpf gesagt hat und die Astrid Lindgren sich das aussagt ist relativ bekannt, mich kann's auch vorher nicht aber dass natürlich viel mehr Faktoren auch Holle spielen in der Entstehung von so einem Werk.
00:15:32: Das habe ich dann doch spannend gefunden, weil es natürlich logisch ist, dass die ja für die Autorin ganz viel einig fließt und vielleicht auch wie sie Kinder als Personen wahrnimmt.
00:15:41: Ja!
00:15:41: Ist heute vielleicht üblicher...
00:15:43: Aber damals vielleicht ein bisschen revolutionär gewesen?
00:15:46: Schon glaube ich schon, ja.
00:15:48: Wie ist bei dir?
00:15:49: Hast du jetzt nicht Miu mal Miu extra gelesen?
00:15:51: Nein... Wir haben diese Folge ja schon einmal aufgenommen.
00:15:57: Ja, wir
00:15:57: hatten einen schlimmen technischen Defekt und wussten jetzt die ganze Zeit zwei Folgen tatsächlich nochmal aufnehmen.
00:16:05: Und da hast du mir damals gefragt was mein Lieblingsbuch war und ich habe gesagt mir mein Mio weil ich hab damals das Hörgogh ... Stunden lang, also ich hab das keine Ahnung wie oft gehört.
00:16:13: Aber ich habe dann nicht mehr genau sagen können worum es geht und deswegen haben wir das jetzt recherchiert.
00:16:18: Ich habe auch mal kurz nachgeschaut... Was war da nochmal?
00:16:22: Es geht um einen jungen Buben der in einer Fantasyland eigentlich sich retten kann ein bisschen, also eigentlich weg von den Pflegeeltern.
00:16:31: Was irgendwie jetzt aus Sinn macht, wenn man ihre Geschichte noch mal hört, dass dann das vielleicht auch damit zu dunkel hat weil der Bub dann zu seinem Vater kommt und er ist einer König und zusammen müssen sie dieses Fantasyland retten.
00:16:43: und es ist sehr mährchenhaft.
00:16:44: eben und das kann ich mich an und dran erinnern, das hat mir sehr gut gefallen damals.
00:16:48: aber ihr habt die Lindgren Geschichten alle gerne mögen in Michlas Lüneberger und so, der war halt einfach allustig.
00:16:55: Weil
00:16:55: da ist der Lieblingsfigur vor ihr oder Michael?
00:16:58: Ich habe Mio eben lieber mit Mio.
00:16:59: Aber der Michel war schon auch lustig, weil er nicht so getan hat wie die Erwachsenen das wollten und so viel Blödsinn gebaut.
00:17:06: Und es war aber nie so belehrend.
00:17:07: Man wusste ja, er macht jetzt einen Haufen Blödzinn, aber es ist einfach lustig gewesen als Kind das darüber zu
00:17:14: lösen!
00:17:14: Ich hatte natürlich Gefühle in dem Bipelangstuf.
00:17:18: War das ein Film?
00:17:20: Pipilan schon für das Filme geben.
00:17:21: Und bei mich lassen wir... Ja, da hat er die Filme gegeben!
00:17:23: Aber war das nicht eine Serie von Pipilani?
00:17:25: Vielleicht hat es eine Serie auch geben.
00:17:27: Keine Ahnung.
00:17:28: Aber jedenfalls diese Original-Verfilmung.
00:17:31: Ich
00:17:32: bin mir immer so aufgeregt weil ich mir dachte was hatten die jetzt?
00:17:40: Was ist denn das für ein chaotischen
00:17:41: Haushalt?!
00:17:44: Ah, das sind doch super schönes Nahe!
00:17:47: Du warst schon zu erwachsen, weil wir vielleicht doch schon gedacht haben.
00:17:49: So kann man sich nicht aufführen und das geht ja gar nicht.
00:17:53: Es kann vielleicht zusammenhängend sein, dass es dann vielleicht klappen werden, wo ich bei der Oma war und sie hat gesagt, naja, das gibt's ja nicht.
00:18:02: Was die mir ein bisschen entsprechen würde oder?
00:18:05: Dass sehr Leute, die in anderes erzogen worden sind, anders gesehen haben, aber ich kann mich nicht mehr so genau ändern.
00:18:11: Ich weiß nur noch, mir war es zu chaotisch.
00:18:15: Das braucht Ordnung und Struktur?
00:18:16: Ja was ist das mit dem... Also später habe ich so ein... ich kann's jetzt schon wertschätzen und verstehe ja die Intention ist sehr vollen witzig.
00:18:23: aber na also der Papa ist weg, die Mama ist nicht da, als sich da gehts zu.
00:18:29: Jemand soll ja so jung dran draus gehen.
00:18:32: Na oder zumindest keine Ahnung, also wir kochten dafür!
00:18:37: Was haben die eigentlich da gestern den ganzen Tag?
00:18:39: Ich meine, ich kenne sie ja leider nicht genau.
00:18:41: Ich bin ja wieder nie richtig eingelührt.
00:18:45: Na ja, bei der Kristine Löschlinge ist es jetzt auch nicht so zusammen
00:18:49: zu kommen.
00:18:51: Ja, ich glaube das ist ein bisschen der Punkt.
00:18:53: oder dass für Kinder ist das glaube ich gar nicht so wichtig wie er ist erwachsen und sehen das immer so tragisch und so.
00:18:58: Es muss eine Struktur haben und du musst was davon lernen...
00:19:01: Und ihr als Kind aber
00:19:02: alle anderen!
00:19:04: Ja, wir müssen uns halt jeder anders.
00:19:06: Für die hat's halt die Frau Löschlingen gegeben, das passt ja
00:19:09: auch,
00:19:11: oder?!
00:19:12: Ja, genau.
00:19:12: Man bewertet natürlich auch Kinder mit den irgendwie aus erwachsenen Augen.
00:19:17: Das sagt nicht immer...
00:19:18: Ja das ist ja immer dieses Debatte mit die Märchen, die sind so brutal und was weiß ich?
00:19:21: Das kann man als Kind tun.
00:19:22: Ich kann es nur von mir reden aber ich habe das Kind immer eigentlich ganz interessant gefunden eher interessant als fruchteregend.
00:19:30: Immer sicherlich im richtigen Niveau.
00:19:34: Aber ja.
00:19:35: Du weißt du, ich hab immer als Kind schon, man merkt ja auch Ist was extra pädagogisch und will dir das vermitteln, wie du die behalten sollst?
00:19:44: Oder ist es vielleicht einfach nur für dich zur Unterhaltung.
00:19:47: Ja!
00:19:49: Und das ist ja das, was es dann auch spannend und lustig macht, weil sonst will ich's nicht lesen oder als Kind will ichs nicht les'n und denke mir nachher so nahe vorschreiben lassen wird jetzt man nicht da.
00:19:57: Aber wenn es natürlich teiler Geschichte ein bisschen ist, dann ist es besonders.
00:20:01: Das Kind hat halt auch einen Geschmack.
00:20:04: Es sind heute beide Autorinnen, die wir besprochen haben... Toll gemacht.
00:20:08: Ja, auf anderer Art und Weise aber eben beide toll!
00:20:11: Ich könnte mich nicht entscheiden wenn ich entscheiden muss... Aber es müsste euch entscheiden!
00:20:15: Ist doch das Abspringabstimmen?
00:20:16: Genau!
00:20:18: Für mich bitte!
00:20:21: Ich bin im Moment im Rückstand okay also es ist echt Zachgeschichte!
00:20:28: Ja ja!
00:20:28: Ich fühle mich auch so!
00:20:30: Okay ahso ich muss den Fuß so schief.
00:20:33: du machst schon mal der nächste Geschichte.
00:20:36: Wie immer bedanken wir uns fürs Zuhören und freuen uns auf zahlreiche Stimmen vor Ort.
00:20:40: Wir bedanken uns auch für eure Anfragen und lieben Kommentare, euer Feedback sendet ihr einfach wie gewohnt an post.stadtbübertik.insburg.gv.at.
00:20:50: Schaut doch außerdem mal auf Instagram unter Stadtbüvertik.Insburg vorbei.
00:20:54: In dem tollen Gewinnspielen halten wir euch dort über alles am Laufenden was in der Stadtbütte sonst noch so passiert!
00:21:01: Und das ist auch im Jahr die ganze Menge!
00:21:05: Tschüss!
00:21:38: Ciao!
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