Literarische Entstehungsgeschichten: James Tiptree Jr. vs. Octavia E. Butler
Shownotes
Neues Jahr, neue Herausforderung: Auch 2026 begeistern euch unsere Hosts Pia und Christina wieder mit spannenden Entstehungsgeschichten zu bekannten und unbekannten Literaturen – euch erwarten autobiografische Einblicke in das Leben berühmter Autor*innen, Neu- und Wiederentdeckungen literarischer Werke und die Hintergründe dazu, wie große Literatur entstanden ist. Alle Leserinnen und Leser, die unmittelbar in der Umgebung von Innsbruck wohnen, können sogar abstimmen, welche Entstehungsgeschichte ihnen besser gefallen hat und jede Folge eine Limited Edition S’Vorwort-Tasse gewinnen. Ja, sie ist blau. Ja, sie hat einen Henkel. Und ja, sie eignet sich hervorragend für jedes Getränk eurer Wahl – aber wir empfehlen natürlich Tee.
In der heutigen Folge gibt Pia Einblicke in das Werk von James Tiptree Jr., dem Pseudonym der U.S.-amerikanischen Autorin Alice B. Sheldon, und beleuchtet, wie sie mit ihren klugen, oft verstörenden Science-Fiction-Erzählungen Geschlechterrollen, Gewalt und menschliche Abgründe verhandelt hat. Christina erzählt von Octavia E. Butler, die als eine der bedeutendsten Stimmen der afroamerikanischen Science-Fiction gilt und in ihren Romanen Fragen nach Macht, Identität, Hierarchie und Überleben auf eindringliche Weise verknüpft.
Übrigens: Der erwähnte Film, der Octavia E. Butler in jungen Jahren zum Schreiben veranlasst hat war "Devil Girls from Mars" (1954).
Gibt’s auch in der Stadtbibliothek:
Werke von James Tiptree Jr.: https://stbibk.litkatalog.eu/litterare/simple_search?query=james+tiptree
Werke von Octavia E. Butler: https://stbibk.litkatalog.eu/litterare/simple_search?query=octavia%20e%20butler
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Transkript anzeigen
00:00:20: Vorsicht, der Genuss dieses Podcasts kann zu vermehrten Bibliotheksbesuchungen führen.
00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zurück beim Vorwort dem Podcast der Stadtbibliothek Innsbruck!
00:00:26: Mein Name ist Pierre... ...und
00:00:27: ich bin die Kristina
00:00:28: Und wir begrüßen euch heute zur vierten Folge des Jahres der literarischen Entstehungsgeschichten.
00:00:34: In diesem Format treten Kristina und ich gegeneinander an, indem wir euch jeweils eine interessante Entstehungsgeschichte eines Autors oder einer Autorin und deren Werk mitbringen.
00:00:45: Ihr dürft abstimmen welche Geschichte euch besser gefallen hat!
00:00:48: Das geht auch immer direkt vor Ort in der Stadtbibliothek Innsbruck.
00:00:51: Wenn ihr für uns abstimmt habt ihr zudem die Chance eine Limited Edition S-Forward Tasse zu gewinnen.
00:00:58: Die ersten glücklichen Gewinnerinnen haben ihre Tasse schon erhalten.
00:01:02: Liebe Grüße an euch, danke fürs Abstimmen und viel Freude damit!
00:01:11: Im
00:01:27: Fokus stehen heute keine Werke, sondern die inspirierenden Lebensgeschichten zweier.
00:01:32: Und
00:01:33: ich gendere hier jetzt einmal aus Respekt dafür wie eine der beiden Personen über sich selber gesprochen hat.
00:01:40: Schriftstellerinnen mit deren Können und Talent die Literaturlandschaft so nicht gerechnet hat.
00:01:48: Würdest du das mit dem Gendern unterschreiben?
00:01:51: Ja, das würde ich unterschrieben.
00:01:53: Dann starte ich gleich mal!
00:01:57: Stell dir vor, du schlägst eine Science-Fiction-Antologie der neunzehnten Siebzigerjahre auf.
00:02:02: Zwischen den üblichen Namen Asimov Clark Heinlen sticht ja einer ins Auge – James Tiptree
00:02:09: Jr.,
00:02:10: das Stil elektrisierend voller psychologischer Tiefe, voller existenzieller Abgründe.
00:02:16: die Geschichten sind anders klug emotional unheimlich.
00:02:20: Das Erzählen von fremden Welten doch immer steht der Mensch im Mittelpunkt zerrissen verletzlich, tödlich.
00:02:28: Was TipTree schrieb war nie bequem.
00:02:30: bei den Erzählungen handelt es sich nicht um bloße Weltraumabenteuer sondern um präzise Sitzungen gesellschaftlicher Strukturen.
00:02:38: als Beispiel habe ich euch die Zusammenfassung von einer der bekanntesten Erzählung mit dem Titel Houston Houston bitte kommen mitgebracht.
00:02:46: Hier wird ein irdisches Raumschiff nach einer Weltraumreise kurz vor der Rückkehr zur Erde abgefangen.
00:02:52: Die rein männliche Besatzung muss erkennen, dass sich die Welt – wie sie sie kannten – grundlegend verändert hat.
00:02:59: Denn auf der Erde leben nur noch Frauen!
00:03:01: Tatsächlich haben aufgrund meiner Epidemie keine Y-Komissomen bis in die Gegenwart überlebt.
00:03:07: Die Frauen vermehren sich, indem sie sich klonen und es gibt keine Patreon-Hirachien mehr.
00:03:14: In dieser Geschichte wird TipTree als einen kritischen Blick auf Geschlechterrollen.
00:03:18: So spannend!
00:03:19: Ich muss das glaube
00:03:20: ich lesen.
00:03:20: Klingt faszinierend.
00:03:21: Ja total.
00:03:23: Und das ist aber eben... Wir haben mehrere Anotationen auch von ihren Geschichten durchgelesen.
00:03:27: Da haben wir gedacht, die könnt ihr jetzt alle davon mal lesen, die klicken.
00:03:29: alles so toll.
00:03:30: Es sind alles so Gedankenexperimente wo man sich denkt, interessant.
00:03:35: Tiptree wird schnell zur Legende der Science-Fiction-Szene, es kursieren unterschiedliche Gerüchte über die Identität des Autors und doch bleibt die Person hinter dem Pseudonym am Mysterium.
00:03:45: Kaum Interviews, keine öffentlichen Auftritte, ein Phantom das nur in Briefen existiert Es kursierend sogar gerüchtet dass er sich um eine Frau handeln könne.
00:03:57: Robert Silverberg ebenfalls Cypherautor nannte dieses Gericht damals absurd Da TipTrees Texte etwas zu tiefst maskulierendes an sich hätten und sie deshalb auch nur von einem Mann geschrieben sein können.
00:04:10: Er behauptete sogar, TipTree sei ein maskulärer Auto als Handlinging.
00:04:15: Whatever that means!
00:04:16: Okay.
00:04:17: Die Handlingway hat sich doch immer so als der Macho-Mann inszeniert?
00:04:20: Ja ich finde das immer so faszinierend.
00:04:22: Man stellt ihn sich so am Tisch vor mit seinem Alkohol und seiner Waffe herunter.
00:04:28: Oh ist okay... Was sind die Seriotypen für Maskeulinität, die nur inherent männlich sein sollen?
00:04:37: Genau.
00:04:39: Außer gab es ein paar Details im typischen Geschichte, die darauf hintarteten dass der Autor eventuell für den Geheimdienst arbeitete oder gearbeitet hat.
00:04:46: und Christina da sind wir uns einig das Karniakoffer
00:04:50: ist sicherlich nicht Wie die Zuhörerinnen jetzt sich auch denken können an unseren Stimmen, ist überhaupt gar kein Platt Twist zu erwarten.
00:05:02: Das Geheimnis wird aber nicht lange!
00:05:13: Ist eine Frau.
00:05:15: Ihr wirklicher Name?
00:05:17: Alice B. Sheldon.
00:05:19: So ein Maskulin geschrieben, das kann nur Hemingway-Sauce sein.
00:05:25: Gebornen... Ich liebe diese Geschichte so!
00:05:28: Ja!
00:05:29: Geborn in den Fünften.
00:05:31: aufgewachsen in Chicago bereistet sie als junges Mädchen mit ihren Eltern Afrika.
00:05:36: Später war sie Malerin und Kunstkritikerin, dient in der US-Armee während des Zweiten Weltkrieges.
00:05:42: Und da war auch sogar den Rang des Mayors.
00:05:44: Anschließend arbeitete sie für die CIA.
00:05:46: Da haben wir jetzt diese Geheimdienstverbindung.
00:05:49: Und zu guter Letzt promoviert es im Psychologie.
00:05:53: All diese Erlebnisse flossen in ihre Geschichten ein mit denen es übrigens im Psychologiestudium begonnen hat.
00:05:59: Der Literaturbetrieb vor allem... Science-Liction-Szene war damals fest in Männerhand.
00:06:04: Als Schellen begann zu schreiben, schuf sie sich also eine Maske James Chiptree
00:06:09: Jr.,
00:06:10: ein Name unter dem Sie endlich frei war das zu sagen was sie wirklich dachte über Frauen, über Männer, über das Menschsein im Angesicht des Freimenden.
00:06:19: Durch ihre Tagebücher wissen wir außerdem dass die Schellen als Frau nicht wohl fühlte.
00:06:23: so schrieb sie wie ich es hasse eine Frau zu sein.
00:06:26: Ich stecke in diesen verkehrten Zweitdessen Körperfest meinem Leben Und weiter, ich passe nicht zu meinem Äußeren.
00:06:34: Ich lebe in meinem Körper und in meiner gesellschaftlichen Rolle wie in einem fremden Artefakt das sich zu einem Lebensziel verpflichtet der nicht meiner ist.
00:06:42: Könnte ich irgendwie das Innere nach außen kehren?
00:06:45: Es integrieren?
00:06:46: Scheldenswerk war revolutionär weil es in einer Männerdemoine eine Stimme fand die weder Klischees bediente noch einfache Antworten gab.
00:06:55: Unter ihrem Pseudonym konnte sie gesellschaftliche, psychologische und geschlechtliche Namen radikal hinterfragen.
00:07:02: Zusammen mit anderen Missionären-Zeifa-Autorinnen der Neunzehnsiebzigern wie Ursula, Kayla Gwynn, Joanna Russ oder Octavia E. Butler trug Schelden entscheidend dazu bei die Science Fiction Landschaft zu verändern – um Platz für neue, radikale Perspektiven auf Geschlecht, Macht und Gesellschaft zu schaffen.
00:07:20: Alice Schelde starb in den Jahr.
00:07:23: Ihr Leben war ebenso komplex und viertig schichtig wie ihre Geschichten.
00:07:27: Was bleibt?
00:07:27: sind diese Geschichten?
00:07:28: Brillant, radikal immer noch erschütternd aktuell.
00:07:32: Toll!
00:07:33: Ganz spannend.
00:07:35: Wir haben die Bücher in der Seife-Abteilung stehen und als Nichtseifei-Liserin... Die Bier hat man versucht von Ursula Le Guin was zu geben und nach drei Seiten habe ich abbrechen müssen.
00:07:55: Mir hat das schon gelangweilt.
00:07:59: Moment, also das Spiel mit Gender finde ich voll interessant und ich verstehe aber jetzt wieso du mir das empfohlen hast weil du mich gut kennst und warst.
00:08:08: es würde mir gefallen Mir gefällt halt die Geschichte da.
00:08:11: Du bist einfach nicht die Sci-Fi... Aber siehst du, wieso kommt
00:08:14: der dann so?
00:08:15: Der technische Aspekt der Sci-fi ist nicht ganz mein Wellenlinge aber wer weiß das könnte sich ja noch ändern.
00:08:20: Ich lerne jetzt zum Beispiel auch Liebesgeschichten wertzuschätzen.
00:08:23: Ja eben!
00:08:23: Also vielleicht ist Sci-Fi als nächstes dran.
00:08:26: Ähm ich finde es so lässig und wir haben wie die haben mir ja da also im Stehen und ich habe das dann entsprechend nicht gewusst weil ich das damit weiß.
00:08:37: ach das klingt alles total langweilig.
00:08:40: Und jetzt weiß ich einfach nur, wie das Buch ausschaut.
00:08:44: Also die steht halt in der Cypher-Abteilung.
00:08:45: Das stellt man dann halt ein und halt verbittelt sich... Das
00:08:48: hilft bei dir auch schon nicht.
00:08:49: Wenn du warst, dass es einfach ist, dann ist
00:08:50: es super.
00:08:51: Dann habe ich ja nie den Buchrücken gelesen und so.
00:08:54: Aber jetzt bin ich richtig fasziniert weil sie das so hergenommen hat um eigentlich Normen zu hinterfragen.
00:09:04: Nein, ich finde es super!
00:09:05: Ja total.
00:09:06: Hast du von mir...
00:09:07: Ich hab auch noch nie was gelesen.
00:09:09: Aber jetzt, wo ich nachher die ... Ich hab gewusst, dass sie unter dem Pseudonym geschrieben hat und ihre Geschichte an sich.
00:09:17: Aber ich habe nie irgendwas von ihr gelesen gehabt.
00:09:20: Und dann, wo immer diese Geschichten, also die Zusammenfassung durchgelesen haben, das Ding ist so interessant!
00:09:26: Wir haben jetzt auf jeden Fall die Kurzgeschichten.
00:09:30: Werden wir auf Englisch für die Englische Abteilung bestellen?
00:09:32: Auf Deutsch haben wir es sowieso.
00:09:34: Schon genau.
00:09:34: und auf Libby zum Beispiel gibt es dann von der nächsten Art darin, die wir reden auch schon Sachen.
00:09:40: Mich hätte noch interessiert was dieser Robert Silverberg sich gedacht hat nach dem Auserkommen ist.
00:09:45: Stimmt
00:09:45: das halt ihre Recherchieren sollen?
00:09:48: Der hat einen Aneurysmen bekommen oder so weil er sich gedacht hatte oh Gott das gibt's ja nicht!
00:09:54: Und deswegen haben wir gesagt mit den Gendern ob wir mal über zwei Frauen reden wie du die Tagebuch aus... Züge, die du von der Schelden vorgelesen hast.
00:10:08: Die haben mich dann auch hellhörig werden lassen.
00:10:09: Ich habe eine andere mal recherchiert und inzwischen wird sie fast als genderqueere Autorin eingestuft.
00:10:16: Total interessant!
00:10:17: Alice Schelgen hat als James Tiptree Jr.
00:10:20: gezeigt wie radikal sein Zwitschern sein kann wenn man gesellschaftliche Strukturen in Frage stellt.
00:10:26: Eine Autorine, die diesen Weg weiter ging und die Perspektiven des Genres noch einmal grundlegender weiterte war Octavia E. Butler, für die ich auch noch mal ganz einen neuen Respekt bekommen habe nach der Recherche für diese Entstehungsgeschichte.
00:10:44: und ja, Pias einsteigert, aber
00:10:46: sagt sie nicht!
00:10:52: Stell dir vor du bist ein junges Mädchen in Los Angeles, der in den neunzehnhundertfünfziger Jahren... Du bist Schüchtern, liest ständig Bücher größer als alle anderen Kinder in deiner Klasse.
00:11:06: Du wirst gehänselt, weil du ruhig bist und weil du schwarz bist!
00:11:11: Und eines Tages sitzt du vor dem Fernseher und siehst einen Science-Fiction Film – soweit so nachvollziehbar außer das mit dem Science-fiction-Film.
00:11:23: Aber der Film ist schlecht.
00:11:26: Richtig schlecht... Die Handlung ergibt keinen Sinn.
00:11:30: Die Figuren treffen dumme Entscheidungen und irgendwann sagt sich dann dieses Mädchen, das kann ich besser
00:11:38: machen.".
00:11:39: Dieses Mädchen war Octavia Estelle Butler.
00:11:45: Octavia Butler wurde in Pesedina, California geboren.
00:11:50: Ihre Mutter arbeitete als Hausangestellte.
00:11:53: ihr Vater starb früh.
00:11:55: Butler wuchs in einem einfachen Umfeld auf und verbrachte viel Zeit allein oft in der Bibliothek.
00:12:02: Sie war sehr schüchtern, hatte Schwierigkeiten im Unterricht und glaubte lange Zeit selbst nicht dass sich Schriftstellerin werden konnte.
00:12:09: doch sie begann trotzdem früh zu schreiben.
00:12:13: Und sie entwickelte eine Arbeitsweise die heute fast schon legendär ist auch in vielen YouTube Videos wie Schriftstellern auf YouTube ihre Arbeitsweise versuchen zu emulieren.
00:12:27: und dann auch immer, da gibt es den ganzen Videos wie.
00:12:29: das kann ich sehr empfehlen.
00:12:31: Es sind immer sehr spannend.
00:12:33: Dann geht der Sieg fangen immer an dass er weg losgeht.
00:12:36: draußen ist noch dunkel
00:12:38: denn nicht so lo-fi.
00:12:39: Musik wird dann eingespielt und dann sieht man die Leute und hört sogar Tippen von einer Tastatur weil die Geschichte so berühmt ist Und zwar ist der ganze Gag quasi also.
00:12:53: sie stand oft sehr sehr früh auf.
00:12:56: Wir reden von vier oder fünf Uhr in der Früh, setzt es sich vor Sonnenaufgang eben noch an den Schreibtisch und schrieb bevor der Rest des Tages begann.
00:13:05: Lange Zeit musste sie nämlich nebenbei verschiedene Jobs annehmen unter anderem als Lagearbeiterin oder Telefonistin.
00:13:14: Und sie suchte sich bewusst arbeiten die Sie nicht geistig geschöpften.
00:13:19: Einsteinen Matsch?
00:13:22: Oder gibt doch ein Steinen!
00:13:24: damit sie danach noch schreiben konnte.
00:13:27: Diese Disziplin unterstützte sich auch mit etwas, das man heute vielleicht als Selbstaffirmationen bezeichnen würde.
00:13:34: In ihren Notizbüchern schrieb sie immer wieder Sätze so ... solche Sätze wie So Be It, See To It oder I Shall Be A Best-Selling Writer.
00:13:44: Also manifestieren!
00:13:46: Ich glaube ja.
00:13:48: Butler wusste nämlich dass sie, also diese Manifestationen hat sie gut gebrauchen können.
00:13:53: Denn Butler wusste das die sich in einem Genre bewegte, dass damals kaum Platz für Menschen wie Sie bot.
00:14:00: Wie wir mit James Tiptree Jr.
00:14:02: bereits gesehen haben war die Science Fiction der neunzehnten und sechziger Jahre überwiegend von weißen Männern geprägt.
00:14:09: Schwarze Autoren waren unsichtbar.
00:14:12: Butler selbst sagte später einmal Ich war schwarz ich war eine Frau Und ich wollte Science Fictions schreiben.
00:14:19: drei Gründe, warum mir ständig gesagt wurde, dass ich das nicht schaffen würde.
00:14:24: Aber sie ließ sich nicht davon aufhalten!
00:14:26: In den frühen Neunzehnten und Siebzigern begann sie ihre ersten Geschichten zu veröffentlichen.
00:14:32: Der Durchbruch kam schließlich mit Romanen wie Kindred, Peddermaster und später Parable of the Sower.
00:14:42: Butler schrieb über Macht, Hierarchien, Rassismus, Geschlecht und Überleben.
00:14:48: Ihre Figuren müssen oft in extremen Situationen lernen, sich anzupassen oder neue Formen des Zusammenlebens zu finden.
00:14:56: In ihrem neunzehntundneinundsebzig erschienen Roman Kindred geht es zum Beispiel um Folgendes Die Hauptfigur Dana eine schwarze Schriftstellerin aus Kalifornien in den Neunzehn-Siebziger Jahren wird plötzlich und unerklärlich immer wieder die Vergangenheit transportiert Genauer gesagt auf eine Plantage im Maryland des frühen neunzehnten Jahrhunderts, also in die Zeit der Sklaverei.
00:15:25: Dort stellt sie fest dass sie immer dann in die Vergangenheit gezogen wird wenn ein weißer Jungen namens Rufus in Lebensgefahr gerät.
00:15:33: Dana erkennt schließlich das Rufis ihr eigener Vorfahre ist.
00:15:38: Damit ihre Existenz möglich bleibt muss sie sein Leben retten Obwohl er später zum Plantagenbesitzer wird und selbst Teil des Systems der Sklaverei ist.
00:15:49: Während Dana zwischen Gegenwart- und Vergangenheit hin- und hergerissen wird, erlebt sie die Brutalität der Sklaverei aus nächster Nähe.
00:15:58: Sie muss Entscheidungen treffen, die sie morale stark belasten.
00:16:01: Um ihre eigene Zukunft zu sichern, muss sie mit einem System umgehen, das sie gleichzeitig zerstören könnte.
00:16:08: Kindred gilt als eines der wichtigsten Werke Butler und wird oft als Hybrid aus Science-Fiction, historischen Human- und Afrofuturismus beschrieben.
00:16:18: Besonders bemerkenswert ist das Butler ein klassisches Science-fiction Motiv – Zeitreisen nutzt um die Geschichte der Sklaverei aus einer sehr persönlichen Perspektive zu erzählen.
00:16:28: Viele Leserinnen und Leser erkennen heute dass Butler mit ihren Geschichten gesellschaftliche Fragen stellte lange bevor sie im Mainstream diskutiert wurden.
00:16:37: Ihre Texte sind auf Düster, manchmal brutal aber immer präzise beobachtet.
00:16:42: Octavia Butler gewann als erste Science-Fictionatorin den MacArthur Fellowship ein prestigeträchtiges Stipendium oft auch als Genius Grant, bezeichnet.
00:16:54: In deiner Zeit konnte Butler ihre Teilzeitjobs aufgeben und ganz vom Schreiben leben.
00:17:01: Heute gilt sie als eine der wichtigsten Stimmen der modernen Science Fiction!
00:17:06: Und angefangen hat alles mit einer schlechten Sci-Fi Show im Fernsehen und einem Mädchen, das irgendwie wusste, dass sie bessere Geschichten erzählen kann.
00:17:15: Okay ich muss jetzt wissen was war das für eine Sci-Fi Show?
00:17:18: Ich habe es
00:17:18: nicht gräschert!
00:17:21: Ich will wissen wie schlecht es war, dass es sich geholfen
00:17:23: hat.
00:17:23: Ach Sie haben nicht nachgeschaut oder genannt weil man denkt nachher machen wir nur ein Show so schnell.
00:17:30: Es kommt jetzt ja ganz davon, was es für eine war.
00:17:32: Vielleicht sind wir
00:17:33: in anderer
00:17:33: Meinung.
00:17:34: Ja hast du einen im Mittag?
00:17:43: Das macht's jetzt!
00:17:45: Ja, war voll interessant.
00:17:46: Und das ist ja auch irgendwie der Traum oder?
00:17:48: Dass man so erfolgreich wird, dass man dann sagen kann, ich brauche jetzt keinen anderen Job mehr als Autor.
00:17:52: Deswegen habe ich mich einig geschrieben, weil immer gedacht und es hat sie sich so verdient.
00:17:57: Sie hat so hard gearbeitet und hat immer die Schriftstellerrei hat dafür so viel in Kauf genommen und wir sprechen ja oft über Schriftstellerninnen, Privilegierter Sinn in einer Situation, wo es zum Beispiel Virginia Woolf ist jemand.
00:18:16: Die ist natürlich auch eine spannende Frau über die man reden kann aber der hat natürlich ganz andere Privilegel genossen als jetzt jemand wie die Octavia Butler.
00:18:28: Ich weiß jetzt nicht wie die Alice Schelden ob die aus einem eher wohlhabenden Hintergrund gekommen sind.
00:18:36: Ich meine, es liest sich so an wenn sie ihre Familie nach Afrika reist auf den afrikanischen Kontinent und so.
00:18:44: Und sie arbeitet auch in der Kunst.
00:18:46: also das sind immer so Indizien dass jemand von einem monetären Hintergrund
00:18:50: kommt.
00:18:50: Ja eben sie hat vorher als Malerin, Kunstkategorin gearbeitet.
00:18:52: Das macht
00:18:53: man nicht einfach so was
00:18:54: wie... Also gearbeitet hat sie nebenher eindeutig um vorher bevor Sie das schreiben aber wahrscheinlich aus.
00:19:05: Zumindest
00:19:05: ist es so ein bisschen unsere Erfahrung.
00:19:07: oder wenn wir von SchriftstellerInnen reden, die ... Ich sage in Anführungsstrichen aussituliche Sachen im Bereich von Kunst machen.
00:19:20: Das nämlich eine Brotgruse-Kunst immer ist oder meistens.
00:19:25: Dann haben die meistens auch gewisses Backup-Familiär oder wie auch immer.
00:19:28: Die Emily Dickinson über die wir kredet haben vorbevolgen.
00:19:33: Die hat auch nur schreiben können so viel, wenn er für die Schublade war.
00:19:38: Weil sie ... Die waren nicht reich, hast du gesagt?
00:19:40: Aber sie hatte halt den
00:19:42: Infamilienrückhalt.
00:19:42: Ja, der Infamilenrückhalt war halt vorhanden oder.
00:19:45: und wenn das hascht nachher dann ist es schon mal sicherer als du musst nebenbei noch einen Haufen Brotberufe ausüben damit du dich über Wasser halten kannst.
00:19:56: Also ich glaube bei der Octavia Ibattler überschneiden Sie's so vieles!
00:20:02: Sachen oder.
00:20:03: das ist so intersektional bei ihr.
00:20:07: Das macht sie nochmals zu extra beeindruckend.
00:20:09: Ich vergönne Sie aus vollem Herzen finde
00:20:14: ich.
00:20:17: Wenn man das dann erreichen kann nachher.
00:20:18: Man muss es aber nur manifestieren, sie hat sich einfach das Schiff vorgenommen.
00:20:22: Sie hat manifestiert, aber sie hat Ackerarbeit.
00:20:24: Also nur wenn ich's verbrauchte.
00:20:27: Genau!
00:20:30: Ich manifeste jeden Tag, dass ich viel gehe.
00:20:32: Ja, aber was tust du dafür?
00:20:34: Wie manifestierer?
00:20:36: Ich komme jeden Tag in die Bibliothek arbeiten.
00:20:43: Ich finde da übrigens das Kindred der als mega spannend klingt.
00:20:47: Ja total.
00:20:48: Vielleicht kriegen wir doch noch nie Seifei...
00:20:51: Ich glaube schon, dass dir das gefallen hat.
00:20:52: Weil es im Grunde sind sehr Gedanken-Experimente.
00:20:54: Also das kann ich unterschreiben und ich finde auch das von der Butler wenn jetzt nicht zu viel Zeit reisen ist mir jetzt nicht so... für mich ist es eher dieser technische...
00:21:03: Du denkst an Star Trek?
00:21:04: Du denkest an das Raumschiff, sag ich schon!
00:21:08: Aber ist es das nicht...?
00:21:10: Es kommt ganz darauf an.
00:21:12: Es gibt alles.
00:21:14: Okay
00:21:15: wirklich wie Lungslückerei weil ja Ja, ich denke das ist immer so dystopische
00:21:20: Sachen und so gefallen er doch.
00:21:21: Total!
00:21:22: Also ich meine es ist natürlich immer sein Niederschmettern.
00:21:26: Hanger Games.
00:21:27: kann man Hanger games als Sci-Fi bezeichnen die Tribute von
00:21:31: Panne?
00:21:31: Es
00:21:31: ist ja Dystopie
00:21:32: und also
00:21:33: ist das Science Fiction.
00:21:35: Ich
00:21:35: finde schon
00:21:36: Frankenstein für Mary Shelley kann auch als Science Fiktion... Ja, immer
00:21:40: in die Genere sind wir ein bisschen unerverwoben oder?
00:21:43: Das ist nichts nur eine Sache.
00:21:47: Ja, vielleicht also.
00:21:47: Ich werde es Kindred auf jeden Fall jetzt lesen.
00:21:50: Vielleicht nicht jetzt aber...
00:21:52: Wir haben zu lange Lese.
00:21:54: lese.
00:21:56: Pia möchtest du heute mal den Abschluss machen?
00:21:59: Ja über den Fint!
00:22:00: Bei
00:22:01: gibt dir meinen.
00:22:02: Da hast du
00:22:02: ihn.
00:22:04: Wie immer bedanken wir uns fürs Zuhören und freuen uns auf zahlreiche Stimmen vor Ort.
00:22:08: Wir bedanken gerne für die Aktivier i Battler
00:22:11: Frechheit.
00:22:12: Für mich natürlich.
00:22:13: Was?
00:22:13: Ignoriert jetzt erst was die Kollegin da sagt
00:22:16: Seid Sie nicht beeindruckt, wo die Maowarzt fehlen?
00:22:19: Ah, schau, du dusche wieder Manni besteh'n.
00:22:22: Wir bedanken uns auch für Eure Anfragen und lieben Kommentare!
00:22:25: Euer Feedback sendet Ihr einfach wie immer gewohnt an post.stadtbübedeck at insbruck.gv.at.
00:22:33: Schaut doch außerdem mal auf Instagram unter statbügedeck.insbruck vorbei, nehmt tollen Gewinnspielen, halten wir Euch dort über alles am Laufen was in der Stadtbüdeck sonst noch so passiert.
00:22:44: Und das ist doch, zwanzig sechsundzwanzig wieder eine ganze Mänge.
00:22:47: Genau!
00:22:47: Tschüss, tschüss!
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