Literarische Entstehungsgeschichten: Robert Musil vs. Joseph Roth

Shownotes

Auch 2026 begeistern euch unsere Hosts Pia und Christina wieder mit spannenden Entstehungsgeschichten zu bekannten und unbekannten Literaturen – euch erwarten autobiografische Einblicke in das Leben berühmter Autor*innen, Neu- und Wiederentdeckungen literarischer Werke und die Hintergründe dazu, wie große Literatur entstanden ist. Alle Leserinnen und Leser, die unmittelbar in der Umgebung von Innsbruck wohnen, können sogar abstimmen, welche Entstehungsgeschichte ihnen besser gefallen hat und jede Folge eine Limited Edition S’Vorwort-Tasse gewinnen. Ja, sie ist blau. Ja, sie hat einen Henkel. Und ja, sie eignet sich hervorragend für jedes Getränk eurer Wahl – aber wir empfehlen natürlich Tee.

In dieser Folge geht es um Robert Musil und Joseph Roth, zwei bedeutende Stimmen der österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Zwischen intellektueller Präzision, gesellschaftlicher Analyse und melancholischem Blick auf den Zerfall Europas eröffnen ihre Werke bis heute faszinierende Perspektiven auf ihre Zeit.

Gibt’s auch in der Stadtbibliothek:

Werke von Robert Musil: https://stbibk.litkatalog.eu/litterare/simple_search?query=robert+musil

Werke von Joseph Roth: https://stbibk.litkatalog.eu/litterare/simple_search?query=joseph%20roth

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Transkript anzeigen

Christina #: ‑1# Hallo und herzlich willkommen zurück beim Vorwort, dem Podcast der Stadtbibliothek Innsbruck. Mein Name ist Christina -

Pia #: ‑6# - und ich bin die Pia -

Christina #: ‑4# Und wir begrüßen euch heute zur dritten Folge des Jahres der literarischen Entstehungsgeschichten. In diesem Format treten Pia und ich gegeneinander an, indem wir euch jeweils eine interessante Entstehungsgeschichte eines Autors oder einer Autorin und deren Werk mitbringen. Ihr dürft abstimmen, welche Geschichte euch besser gefallen hat. Das geht immer direkt vor Ort in der Stadtbibliothek Innsbruck. Wenn ihr für uns abstimmt, habt ihr zudem die Chance, eine Limited Edition S'Vorwort-Tasse zu gewinnen [Pia: Uhhh.] - mit Henkel [lacht]. Die ersten glücklichen Gewinner*innen haben ihre Tasse schon erhalten. Liebe Grüße an euch. Danke fürs Abstimmen und viel Freude mit der Tasse. Die Möglichkeit zur Teilnahme am Gewinnspiel ist an die Abstimmung geknüpft und findet immer bis zu einer Woche nach Erstausstrahlung der Folge vor Ort in der Stadtbibliothek statt. Am Ende des Jahres zählen wir dann aus und erfahren, wer von uns, also zwischen Pia und mir, dieses Jahr den Titel für „die beste Entstehungsgeschichte Erzählerin des Jahres 2026“ erhält. Dafür habe ich eine Excel-Liste erstellt und werde da immer schön dokumentieren. [Pia, skeptisch: Mhm, mhm. lacht] Wer da gewinnt, damit wir den Überblick behalten. Ich habe übrigens inzwischen nach etwas längerer Verzögerung den Tee von dir erhalten.

Pia #: ‑7# Also ein längerer Prozess. Nach Monaten [lacht], nach Monaten hat sie endlich ihren Gewinn vom letzten Jahr abstauben können.

Christina #: ‑4# Danke. Danke. Es ist ein sehr köstlicher Kamillentee. Von einem bekannten Laden in Innsbruck [beide lachen]. Habe ich extra bestellt. Ich habe ein bisschen Angst, dass ich verliere das Jahr und dass dann die Sonderwünsche kommen. Dienstreise nach Wien?

Pia #: ‑1# Genau.

Christina #: ‑5# Heute treten wir mit zwei bekannten österreichischen Autoren gegeneinander an: dem Robert Musil und seinem berühmten Gesellschaftsroman „Der Mann ohne Eigenschaften“ gegen Joseph Roths Zeitroman „Die Flucht ohne Ende“. Pia, du fängst an.

Pia #: ‑4# Genau. Stellt euch vor, ihr wartet seit 15 Jahren auf das nächste Buch einer Reihe. Ihr diskutiert Theorien, schreibt verzweifelt Fanfiction. Und der Autor? Der arbeitet, aber scheint einfach nicht fertig zu werden. Klingt bekannt? Genau. George R.R. Martin. und der immer noch nicht veröffentlichte Band von „Game of Thrones: Winds of Winter“. Wenn ihr jetzt denkt, schlimmer kann es gar nicht werden [beide lachen], dann kennt ihr noch nicht den österreichischen Schriftsteller Robert Musil. [Christina: Uhhh.] Über 20 Jahre hat er an „Der Mann ohne Eigenschaften“ gearbeitet, Kapitel verworfen, neu geschrieben, erarbeitet, überarbeitet. Und am Ende ist es immer noch unvollendet geblieben.

Christina #: ‑0# Das ist gar nicht fertig?

Pia #: ‑3# Nein! [beide lachen] Aber anders als bei George R.R. Martin hat Musil keine Drachen oder Eiszombies beschrieben. Er hat über sich selbst geschrieben, über seine Gedanken, Zweifel, Beobachtungen und Möglichkeiten. Ein intellektuelles Abenteuer, ganz ohne Feuer und Blut, aber mit unendlich viel Reflexion. Musils Werk gilt als Vorreiter der sogenannten Autofiktion, also Geschichten, die vom eigenen Leben erzählen, aber mit den Mitteln des Romans. Persönlich, subjektiv, manchmal schonungslos, manchmal poetisch verfremdet. Die Autor*in ist hier nicht nur Erzähler*in, sondern auch Protagonist*in in der eigenen Geschichte. Erinnerungen, Fantasien und Reflexionen verschmelzen zu einer neuen Realität. Berühmte Beispiele zeigen, wie kraftvoll diese Form sein kann. Karl Ove Knausgard macht in seiner sechsbändigen Serie „Min Kamp“ das eigene Alltagsleben und Familienleben zum literarischen Stoff. Schonungslos und intensiv. Und viele kennen vielleicht auch Annie Ernaux. Die verwandelt in „Die Jahre“ ihr Leben in eine kollektive Erinnerungsgeschichte. Und schon früh, im frühen 20. Jahrhundert, experimentierte eben Robert Musil damit, sein Denken und seine Erfahrungen literarisch zu formen. Lange bevor das Wort „Autofiktion“ übrigens erfunden wurde – weil das war erst 1977. „Der Mann ohne Eigenschaften“ wird also oft autofiktional interpretiert, auch wenn er nicht als klassischer klassischer Autofiktionroman, wie sie heute populär sind, konzipiert wurde. Er enthält jedoch starke autobiographische Züge und verbindet essayistische Reflexionen mit einer fiktiven Handlung. Eingeordnet wird er typischerweise als Gesellschaftsroman, jedoch kann er unserer Meinung nach auch als Vorreiter der Autofiktion gelten. Musil selbst wuchs in einer technisch-akademischen Familie auf, studierte Maschinenbau, Philosophie und Psychologie. Sein erster Roman „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ zeigte schon seine Leidenschaft für psychologische und gesellschaftliche Abgründe. Aber das große Werk ließ ein bisschen auf sich warten. Musil diente während des Ersten Weltkriegs unter anderem an der Dolomitenfront und an der Isonzofront. Die Erfahrungen des Krieges flossen auch sehr stark in seine Reflexionen über Gesellschaft und Moral ein. Verständlicherweise. Ab den 1920er-Jahren arbeitete er dann eben an, der Mann ohne Eigenschaften, einem über 20 Jahre wachsenden literarischen Werk. Die Welt, die Musil darin beschreibt, ist im Zerfall. Das alte Österreich-Ungarn, das er selbst erlebt hatte. Ulrich, sein Protagonist, ist kein klassischer Held. Er beobachtet, analysiert und zweifelt. Über 20 Jahre arbeitete Musil an diesem Roman, der 1930 und 32 in Teilen erschien, aber eben unvollendet blieb. Das Werk entstand aus einem intensiven Ringen um Identität, moderne und geistige Orientierung in der untergehenden Habsburgermonarchie. Stark autobiographisch geprägt, verschmelzen im Roman Musils eigene Denkbewegungen, Krisen und Erfahrungen mit der Figur des Ulrich. Das Buch ist weniger klassische Erzählung als eine literarische, als ein literarisches Labor des Denkens, ein Grenzfall zwischen Roman, Essay und Selbstbefragung. Der Roman war ein Projekt ohne Ende. Titelwechsel wie „Der Spion“, „Der Erlöser“ oder „Die Zwillingsschwester“ zeigen, wie Musil immer noch nach der richtigen Form gesucht hat. Auch der Name vom Romanhelden hat sich immer wieder geändert. Ursprünglich hat er Achilles geheißen, dann wieder Anders und schlussendlich dann Ulrich. Musil schrieb, verwarf, ordnete neu, baute aus. Und das, obwohl er immer wieder an längeren Schreibblockaden litt, die er, für die er sogar therapeutische Hilfe benötigt hat.

Christina #: ‑4# Klingt so ein bisschen danach.

Pia #: ‑3# So, klingt ein bisschen so, oder? [beide lachen]

Christina #: ‑1# 20 Jahre …

Pia #: ‑2# Ja. Wenige Monate nach dem Anschluss Österreichs verließen Musil und seine Frau Martha Wien und gingen dann in die Schweiz. Dort verbrachte er seine letzten Lebensjahre und vor allem damit, seine Manuskripte für die noch unveröffentlichten Teile von „Der Mann ohne Eigenschaften“ zu überarbeiten, aber anscheinend erfolglos [lacht]. Dass sein Werk unvollendet bleibt, wirkt fast typisch für Musil. Ein Buch über Möglichkeiten, über Identität und über das Denken selbst konnte für ihn wohl nie richtig abgeschlossen werden. Heute gilt es als eines der größten Werke der Moderne. Also für alle, die sich über George R.R. Martin aufregen: Manche Geschichten brauchen vielleicht einfach ihre Zeit und manche Autor*innen brauchen Jahrzehnte, um überhaupt in die Nähe ihres eigenen Anspruchs zu kommen. Und vielleicht ist das Ende auch gar nicht das Wichtigste an der Geschichte, sondern die Reise dorthin.

Christina #: ‑1# Applaus. Vor allen Dingen für die brillante Überleitung, die aber alle George R.R. Martin Fans getriggert hat, [Pia, lachend: Wahrscheinlich.] dich damit wahrscheinlich die Stimmen kosten wird. [beide lachen] Was meinst du damit? „Es geht um die Reise. Der Weg ist das Ziel.“ Ja.

Pia #: ‑0# „The friends we made along the way.“ [lacht]

Christina #: ‑2# Ja, spannend. Zur Autofiktion, und warum wird da überhaupt darauf gekommen sind… Ich glaube, da können wir am Ende unserer beiden Entstehungsgeschichten zu sprechen. Oder weil wir Autoren der Joseph Roth ist j a, einen sehr ähnlichen, die waren ja Zeitgenossen.

Pia #: ‑9# Genau. Und dann ist irgendwie klar, dass vielleicht auch Überschneidungen von der Form her und.

Christina #: ‑9# Eben eben.

Pia #: ‑6# Von den Themen vielleicht auch eben da sind.

Christina #: ‑3# Weil während der Robert Musil jahrzehntelang an diesem einzigen Roman arbeitete und sich immer tiefer in seine Manuskriptstapel verstrickte, gab es zur gleichen Zeit einen österreichischen Autor, der genau das Gegenteil war. Joseph Roth schrieb schnell, präzise und oft direkt aus dem Leben heraus. Und einer seiner eindringlichsten Romane trägt einen Titel, der für viele Menschen nach dem Ersten Weltkrieg fast programmatisch klang: „Die Flucht ohne Ende“. Roth und Musil gehörten zur gleichen literarischen Generation. Es verwundert also nicht, dass sich, wie wir schon gesagt haben, auch Roth mit ähnlichen Themen auseinandergesetzt hat. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kehrten Millionen von Soldaten in ein Europa zurück, das sich radikal verändert hatte. Grenzen waren verschwunden, Monarchien zerbrochen und ganze Staaten neu entstanden. Viele dieser Männer standen plötzlich vor der erschreckenden Frage: Wohin gehört man eigentlich noch, wenn die Welt, in der man aufgewachsen ist, nicht mehr existiert? Während Robert Musil… Nochmal sagen muss ich es jetzt vielleicht nicht [lacht].

Pia #: ‑0# [lacht] Während er immer noch nicht fertig geworden ist …

Christina #: ‑6# Im Gegensatz zu Robert Musil war Joseph Roth ein ganz anderer Typ Autor, der schnell schrieb. Freunde und Kollegen erzählten, dass Roth oft mit einer Schreibmaschine oder einem Notizblock in Hotelbars saß, umgeben vom Lärm der Gäste, dem Klirren von Gläsern und dem ständigen Kommen und Gehen. Seine Wohnung, sagte Roth einmal, sei eigentlich die europäische Hotellobby. Joseph Roth arbeitete als Journalist und Reporter und schrieb deshalb oft unter Zeitdruck, auch gerne mal zwischen Hotelzimmern in Redaktionsräumen oder auf Zugfahrten quer durch ganz Europa. Geboren wurde er 1894 in Brody, einer kleinen Stadt in Galizien, damals Teil der Habsburgermonarchie, heute in der Ukraine. Die Welt, die Roth, in der Roth aufwuchs, war ein Vielvölkerreich mit vielen Sprachen, Religionen und Kulturen. Eine Welt, die mit dem Ende des Ersten Weltkriegs plötzlich verschwand. Roth studierte in Wien, meldete sich im Krieg zum Militärdienst und schrieb danach unter anderem für die Frankfurter Zeitung, eine der wichtigsten Zeitungen der Weimarer Republik. Als Reporter reiste er, wie gesagt, viel. Er schrieb über politische Umbrüche, Armut, Migration und das Leben nach dem Krieg. Und genau diese Erfahrungen flossen direkt in seine literarischen Texte ein. 1927 erschien schließlich der Roman „Die Flucht ohne Ende“. Der Titel beschreibt die Situation vieler Menschen nach dem Ersten Weltkrieg. Im Mittelpunkt des Romans steht Franz Tunda, Oberleutnant der österreichischen Armee. Nach Jahren flieht er aus russischer Kriegsgefangenschaft und begibt sich auf einen langen Heimweg, wird in den russischen Bürgerkrieg hineingezogen und weiß daheim in Wien als Verlierer des Ersten Weltkriegs nichts mit sich anzufangen. Egal, wohin er kommt, fühlt er sich fremd. Die Welt, die er kannte, existiert nicht mehr. Grenzen haben sich verschoben, politische Systeme sind zusammengebrochen, und die Menschen versuchen, sich in einer neuen Realität zurechtzufinden. Die Nachkriegsgesellschaft ist eine andere als die davor. Tunda trifft alte Freunde, verliert sie wieder aus den Augen, verliebt sich, arbeitet kurzzeitig als Journalist, aber nichts gibt ihm wirklich Halt. Am Ende steht er allein in Paris und erkennt, dass er keinen Platz mehr in dieser neuen Welt hat. „Die Flucht ohne Ende“ gilt als typischer Zeitroman der Zwischenkriegszeit. Im Vorwort des Romans schreibt Roth: „Ich habe nichts erfunden, nichts komponiert. Es handelt sich nicht mehr darum, zu ‚dichten‘. Das Wichtigste ist das Beobachtete.“ Untertitel des Romans war: „Ein Bericht“. Joseph Roth behauptete später einmal, ihm seien ähnliche Dinge widerfahren wie seiner Figur Franz Tunda. Ganz stimmt das allerdings nicht. Zwar hat Roth selbst im Ersten Weltkrieg gedient und lebte danach rastlos in verschiedenen europäischen Städten, doch die russische Kriegsgefangenschaft, die Tundas Leben prägt, hat Roth höchstwahrscheinlich nie erlebt. Die Figur steht deshalb weniger für Roth selbst als für eine ganze Generation von Männern, die nach dem Krieg keinen Platz mehr in der Welt fanden. Roths gelegentliche Behauptungen, ihm sei Ähnliches passiert, wird in der Literaturwissenschaft heute eher als literarische Selbstinszenierung gesehen. Joseph Roth schrieb in den folgenden Jahren noch viele weitere bekannte Bücher, darunter Radetzkymarsch und die Kapuzinergruft, in denen er immer wieder auf den Untergang der Habsburgermonarchie zurückkam. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 ging Roth, der seit den 1920ern vor allem in Berlin ansässig war, ins Exil nach Paris. Dort lebte und schrieb er weiter, zunehmend geprägt von politischer Sorge, finanziellen Problemen und Alkoholabhängigkeit. Joseph Roth starb 1939 in Paris. In der Literaturgeschichte werden Musil und Roth oft nebeneinandergestellt, weil beide die untergehende Welt Österreich- Ungarns beschrieben haben, wenn auch auf völlig unterschiedliche Weise. So überschneiden sie sich in ihren Themen wie den Zerfall der alten Ordnung nach dem Ersten Weltkrieg, der Suche nach Orientierung in einer modernen Welt sowie der Untersuchung der Bruchstücke der Habsburgermonarchie. Während Musil langsam, analytisch und philosophisch schrieb, sind Roths Texte meist kürzer und erzählerisch stark von seinen Erfahrungen als Reporter geprägt. Und zum Schluss meiner Geschichte kommen wir, kommen wir jetzt auf dieses Autofiktionsthema zurück, weil Pia und ich ursprünglich in die Richtung recherchiert haben, um zu schauen, welche … eine oberflächlicher Recherche hat ergeben, dass Joseph Roth durchaus auch ähnlich wie Musil so Anfänge von einer gewissen, von stark geprägten autobiografischen Texten geschrieben hat. Und während es vielleicht bis zu einem gewissen Grad stimmen mag, sind wir dann bei der Recherche für den Joseph Roth draufgekommen, dass das sehr viel Selbstinszenierung dabei war beim Roth und man das deswegen sicher nicht als Vorreiter einer Autofiktionalität … annehmen kann, sondern da hat er glaube ich eher sein Image, das er ja sowieso Reporter ist und so genommen, weil es meine Interpretation der Dinge, was -

Pia #: ‑8# Aber es ist ja verständlich oder dass gerade in der Zeit nach dem Krieg und dann auch wieder Anfang Zweiter Weltkrieg, dass gerade so autobiografische Themen und Beschäftigung mit sich selbst und seinen Gefühlen irgendwie verständlich ist, gerade in der Zeit …

Christina #: ‑0# Autobiographie ist ja nicht Autofiktion.

Pia #: ‑1# Na, na sicher. Aber jetzt, aber beide sind ja autobiografisch geprägt, meine ich jetzt. Und das ist verständlich, dass es in dieser Zeit ein Fokus war.

Christina #: ‑2# Aber es ist super interessant und auch noch einmal darauf zu kommen, wo da die die Grenzen liegen. Bei Autofiktion ist ja im Moment wirklich extrem beliebtes Genre.

Pia #: ‑4# Ja, na sicher.

Christina #: ‑5# Haben wir auch gemerkt oder eben in der Bibliothek ist ganz wahrscheinlich so seit der 2010er-Jahren. Und du hast ja schon der Knausgard und die Ernaux sind große -

Pia #: ‑5# Die total beliebt auch immer noch bei uns.

Christina #: ‑0# Kommt da aus der Literatur der französischen Literatur. Auch 1977, der hatte das geprägt hat, war Franzose, der den Begriff geprägt hat. Ja, spannendes Thema. Wir bedanken uns bei euch fürs Zuhören und freuen uns auf zahlreiche Stimmen vor Ort. Wir bedanken uns auch für eure Anfragen und die lieben Kommentare. Euer Feedback sendet ihr einfach wie gewohnt an post.stadtbibliothek@innsbruck.gv.at . Schaut doch außerdem mal auf Instagram unter „stadtbibliothek.innsbruck“ vorbei. Neben tollen Gewinnspielen halten wir euch dort auch über alles auf dem Laufenden, was in der Stadtbibliothek noch so passiert. Und das ist auch dieses Jahr wieder eine ganze Menge. Danke fürs Zuhören und schönes Lesen.

Pia #: ‑8# Tschüss. Outro-Musik]

Pia #: ‑7#

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